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ENTEGA: Nein zu Kohlekraftwerk, ja zu Mainz

Kategorie: Strom

Darmstadt/Mainz - Die ENTEGA Vertrieb GmbH & Co KG unterstreicht mit seiner Distanzierung vom Bau des Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue ihre Ambitionen Deutschlands Nummer 1 der Ökostrom-Anbieter zu werden. Damit stellt sich der Energie-Versorger gegen den Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD), der an dem Projekt weiterhin festhält. Mit dem MSV Mainz 05 beginnt indes eine mehrjährige Partnerschaft. Der April hielt ein Highlight für umweltbewusste Strom-Kunden parat. Die ENTEGA, gemessen an der Kundenzahl bundesweit immerhin der zweitgrößte Ökostrom-Anbieter, schlug demonstrativ den Weg in Richtung Öko-Strom ein. Das dieses längerfristige Vorhaben mit Schwierigkeiten bestückt ist, dürfte niemand überraschen, doch zwischenzeitlich drohte Ungemach durch Anteilseigner Stadtwerke Mainz AG. Die Stadtwerke sind nicht nur mit 25,1 Prozent am Darmstädter Stromversorger beteiligt, sondern sitzen auch bei der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) mit im Boot. Und diese treiben unbeirrt den Bau eines neuen Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue voran. Genau das erschwert die Vermittlung des eingeschlagenen Wegs hin zum Ökostrom. Entega-Geschäftsführer Karl-Heinz Koch kritisiert im Gespräch mit der Allgemeinen Zeitung, dass es zwar sinnvoll sein könne, wenn ein altes Kohlekraftwerk durch ein neues mit modernster Technologie ersetzt wird, doch in Mainz würde ein modernes Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk vom Netz genommen werden, um ein Kohleheizkraftwerk zu bauen. Stattdessen investiert die ENTEGA in eine ganz andere Kraft. Daher darf sich der selbsternannte Karnevalsverein FSV Mainz 05 über den Einstieg des Ökostromanbieters als Hauptsponsor freuen. Das Logo des Darmstädter erscheint in den kommenden drei Jahren unabhängig von der Ligazugehörigkeit auf den Trikots der Mannschaft aus der benachbarten Landeshauptstadt. Im Gegenzug fließen jährlich 2,7 Millionen Euro an den Bundesliga-Aufsteiger. Gleichzeitig bemühen sich beide Seite darum, den Fußball Club, auf dessen Stadiondach bereits eine Photovoltaik-Anlage installiert ist, zu einem CO²-neutralen Verein werden zu lassen. "Wir haben in vielen Gesprächen einen Haupt- und Trikotsponsor gesucht, der sein Engagement langfristig anlegt und dabei einer Vision folgt. In ENTEGA haben wir den perfekten Partner gefunden", gibt der Präsident des 1. FSV Mainz 05 Harald Strutz in der Pressemitteilung zu Protokoll. Vorstand der HSE AG Holger Mayer, zuständig für ENTEGA, dazu: "Mainz 05 und ENTEGA, das passt".