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Solarunternehmen SolarWorld bricht nach Verlusten an der Börse ein

Kategorie: Strom

Bereits im vergangenen Jahr hat das Bonner Solarunternehmen SolarWorld Verluste im dreistelligen Millionenbereich verzeichnen müssen und auch in diesem Jahr scheint die Misere anzuhalten. Im ersten Halbjahr 2012 verbuchte die Solarfirma ein Minus von 160 Millionen Euro. Der Börsenkurs sank nach Bekanntgabe der Zahlen stark, teilweise betrug das Minus mehr als 10 Prozent.

Solarunternehmen SolarWorld bricht nach Verlusten an der Börse ein Solar World entrance von OregonDOT Als Hauptgrund für die Verluste gab SolarWorld-Chef Frank Asbeck die chinesischen Konkurrenz an, der er Preisdumping vorwirft. Der Preis für Solaranlagen ist in den letzten Monaten stark gefallen. Trotz des Solar-Booms in Deutschland - im ersten Halbjahr sind mit einer Leistung von 4.700 Megawatt mehr neue Anlagen installiert worden als je zuvor - besteht ein Überangebot von Solaranlagen auf dem Weltmarkt.

SolarWorld will erneut Mitarbeiter entlassen

Neben den Preisen der chinesischen Konkurrenz macht SolarWorld die Kürzung der Solarförderung in Deutschland und in anderen Ländern der EU infolge der Schuldenkrise zu schaffen. Um aus der Krise herauszukommen möchte der Bonner Photovoltaik-Hersteller weitere Stellen streichen. Bereits im vergangenen Jahr hat SolarWorld 500 Mitarbeiter entlassen, nun sollen bis Ende des Jahres weitere 300 gehen. 2010 hat SolarWorld bei einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro noch 87 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. 2011 ging der Umsatz auf etwas mehr als 1 Milliarde Euro zurück, der Verlust betrug fast 300 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2012 ging der Umsatz trotz eines Absatzzuwachses von gut 530 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 340 Millionen Euro zurück. Der Aktienkurs von SolarWorld beträgt derzeit 1,19 Punkte. Vor einem Jahr stand der Kurs noch bei knapp 7 Punkten, 2008 erreichte die Aktie teilweise mehr als 40 Punkte. Bild: Solar World entrance von OregonDOT, CC BY - bearbeitet von Tarifo.de