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Bundesnetzagentur: Stromanbieter nutzen Umlage als Vorwand

Kategorie: Strom

Berlin – Rund 400 Stromanbieter werden im kommenden Jahr ihre Strompreise teils massiv erhöhen. Jeder zweite Haushalt ist von den Strompreiserhöhungen betroffen. Als Grund nennen die Versorger die steigenden Kosten durch die Ökostrom-Umlage. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass dies nur ein Vorwand ist. Insgesamt rund 400 Stromversorger machen mit bei der aktuellen Welle der Strompreiserhöhungen. In den meisten Fällen werden die steigenden Stromkosten mit der staatlichen EEG-Umlage begründet. Bundesnetzagentur-Präsident Matthias Kurth wirft den Stromversorgern vor, die Abgabe als Vorwand zu benutzen. So hätten Anfang 2010, als die Umlage ein Cent teurer wurde, nur 181 Energieversorger die Preise erhöht und fast 70 sogar gesenkt. Für den nächsten Januar habe hingegen noch kein Anbieter Preisnachlässe in Aussicht gestellt. Mit 1,5 Cent pro Kilowattstunde fällt die Erhöhung der Zulage dieses Mal allerdings auch höher als im Vorjahr aus. Jedoch liegen auch die angekündigten Strompreiserhöhungen im Schnitt bei satten sieben Prozent. Ein Vier-Personen-Haushalt wird somit rund 5,50 Euro im Monat mehr für Strom zahlen müssen. Nach Angaben des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) sind die Strompreise in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen. Auch in den kommenden Jahren sei mit einem derartigen Anstieg zu rechnen. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, fordert VZBV-Energieexperte Holger Krahwinkel die Einrichtung einer zentralen Stelle.