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Strom aus dem Garten

Kategorie: Strom

Nordfriesland - In Deutschland und den meisten anderen westlichen Industrieländern ist die Energieversorgung nach wie vor überwiegend zentral organisiert. Doch die Bedeutung der großen Kraftwerke nimmt mit dem wachsenden Anteil des Ökostroms im Energiemix ab. Die Betreiber erhoffen sich u. a. von den Elektroautos wieder neue Absatzmöglichkeiten. Mit dem technischen Fortschritt werden jedoch kleine, dezentrale Windkraftanlagen immer konkurrenzfähiger. Das Nischendasein der Windkraft gehört längst der Vergangenheit an. Überall im Land sind in den letzten Jahren riesige Windparks entstanden mit vielen Megawatt Leistung. Die ersten Anlagen dieser Art wurden in Nordfriesland bereits in den achtziger Jahren errichtet. Hier werden nun auch die kleinen Anlagen der neuesten Generation installiert. Die Windräder für den Hausbedarf von Easy Wind GmbH und sollen mit Fundament und Genehmigungsplanung 22.500 Euro kosten (ohne Mehrwertsteuer). Der so produzierte Ökostrom lässt sich je nach Ausführung für landwirtschaftliche Zwecke, auf Segelbooten oder eben für den privaten Gebrauch verwenden. Und für knapp 300 Euro mehr kann der Selbstversorger auch noch eine Stromtankstelle erwerben, um sein umweltfreundliches Elektroauto mit Ökostrom aufzutanken. Ob sich die Investition für Haus- und Gartenbesitzer lohnt muss individuell berechnet werden. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist mit neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) eher bescheiden. Zudem sind die Genehmigungsverfahren nicht einheitlich geregelt und teilweise ähnlich kompliziert wie bei den großen Windpark-Anlagen. Bei der Kosten-Nutzen-Abwägung spielen letztlich natürlich auch Standortfaktoren eine Rolle. So produziert ein Windrad an der Nordsee mit rund 16.000 kWh im Jahresdurchschnitt wesentlich mehr als in beispielsweise im bayerischen Nürnberg (<10.000 kWh).