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Solarstrom-Atlas in 3D

Kategorie: Strom

Berlin - Über den Dächern von Berlin scheint die Sonne. Und zwar ziemlich viel. Zwar kann die Hauptstadt nicht mit dem ewig-sonnigen Sieger in der Kategorie Sonnenscheindauer, der Stadt Freiburg im Breisgau, mithalten, aber mit vielen anderen Städten dafür um so mehr. Im Sommermonat Juni scheint in Berlin die Sonne 231,1 Stunden lang. In Essen sind es dagegen nur 181,6 Stunden und selbst im vermeintlich sonnenverwöhnten München sind es nur 209,4 Stunden. Keine Frage: Sonne hat in Berlin Potential. Auch für die Stromgewinnung mittels Photovoltaik. Wie groß das Potential im einzelnen Fall ist, zeigt jetzt das Projekt Solaratlas Berlin - ganz in 3D. Der Solaratlas Berlin zeigt die Potentiale für Solarenergie auf Berlins Dächern. Das nebenstehende Bild ist eine Aufnahme aus dem Solaratlas, die deutlich erkennen lässt, wo rund um den Arkonaplatz im Prenzlauer Berg Solarpotential besteht (Quelle: 3d-stadtmodell-berlin.de). Die Zahlen sind überwältigend. 103m² an Fläche bieten die Dächer rund um den bei Jung und Alt beliebten Platz, 103 m² zur Installation von Photovoltaik- oder solarthermischen Anlagen. Diese könnten jährlich 13,42 MWh Strom pro Jahr produzieren. Mehr Strom als die Anwohner rund um den Arkonaplatz verbrauchen können. Die Klimabilanz lässt sich ebenfalls sehen: 8,38 Tonnen CO2 könnten so eingespart werden. Doch der Arkonaplatz als Kraftwerk ist nicht Ziel des Projekts Solaratlas. Insgesamt wurden für das Projekt 14.300 Dächer in Berlin ausgewertet, darunter neben dem Arkonaplatz auch die Friedrichstraße sowie eine Wohnsiedlung in Lichterfelde. Bis zum kommenden Frühjahr sollen die übrigen Dächer folgen, dann wird ganz Berlin solar-kartographiert. Zur Visualisierung des Projekts bietet man ein 2D-Modell an sowie ein 3D Modell, das auch über Google Earth genutzt und betrachtet werden kann. Um mittels Google Earth den 3D-Solaratlas von Berlin betrachten zu können, muss eine aktuelle Version der Google-Software installiert sein und anschließend eine Startdatei (kmz) für die Software heruntergeladen werden, die es auf der Projektseite www.3d-stadtmodell-berlin.de gibt. Interessant ist diese Anwendung natürlich für Hausbesitzer und Immobilienunternehmen. Durch gezielte Investitionen in Solaranlagen können, nimmt man die staatliche Förderung sowie die derzeitige Einspeisevergütung hinzu, die Immobilien aufgewertet werden und sogar - je nach Standort - Gewinne abwerfen. Die Frage "Lohnt sich eine Solaranlage für mein Haus?" kann mit dem 3D-Solaratlas in Sekundenschnelle beantwortet werden. Erstellt wurde das Projekt in einer Zusammenarbeit des Berliner Senats sowie dem Forschungsprojekt Sun-Area der Fachhochschule Osnabrück (University of Applied Sciences) und dem Unternehmen virtualcitySYSTEMS. Wer nicht über ein eigenes Hausdach verfügt, auf dem er eine Solaranlage installieren kann, der muss deswegen aber auch noch lange nicht auf Ökostrom verzichten. Verschiedene Ökostromanbieter in Deutschland halten Ökostromtarife bereit, die neben Windkraft und Wasserkraft auch Solarenergie-Anteile enthalten. Tarife von Anbietern wie Greenpeace Energy oder LichtBlick können von jedem Stromkunden genutzt werden.