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Eine Photovoltaik-Anlage für ein Halleluja

Kategorie: Strom

Pentling - Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Vatikan mit 2.000 Solar-Modulen ausgerüstet wurde, zieht nun das Papsthaus in Pentling nach. Mit Segen von ganz Oben erzeugt die Anlage in Zukunft ca. 5.700 Kilowattstunden (kWh) Strom. Mit den durch das Erneuerbare Energien Gesetz bis ins Jahr 2030 zugesicherten Einnahmen von jährlich etwa 2.500 Euro sollen benachteiligte Jugentliche in der Aus- und Weiterbildung unterstützt werden. Zuständig hierfür ist der Verein "Päpstlicher Solarstrom für die berufliche Jugend in Europa e.V."



Als Papst Benedikt XVI. ist der ehemalige Kardinal Joseph Ratzinger längst in Vatikanstaat in Rom/Italien beheimatet, doch das deutsche Melderegister führt den Geistlichen unbeirrt als Einwohner des oberpfälzischen Pentling.  Genau dorthin zog es das Kirchenoberhaupt als angehenden Regensburger Universitäts-Professor im Jahr 1969. Ein Jahr später gab er den Bau seines eigene Hauses in Auftrag. 1977 zog Ratzinger zwar weiter nach München, doch sein Haus behielt er und besuchte es häufig in den eigenen Ferien, letztmalig 2006 auf seiner Reise als Papst nach Bayern.



Wie Merkur Online meldete, stimmte der Papst unter der Bedingung, dass keine Kirchensteuern dafür ausgegeben würden, der Installation von Photovoltaiik-Anlagen auf seinem Haus in Pentling zu. Die Kosten für die Installation auf dem angehenden Sonnenkraftwerk stemmten mehrere Unternehmen der Solarstrom-Branche. Da Sonnenstrom noch bis ins Jahr 2030 subventioniert wird, erwirtschaftet die Anlage einen Betrag von knapp 2.500 Euro pro Jahr. Wäre das Dach Richtung Süden ausgerichtet, hätte der Betrag zwar wesentlich größer ausfallen können. Doch jedes kWh sauberer Strom mehr, ist ein Gewinn für Ökostrom-Anbieter wie beispielsweise Lichtblick und Stromverbraucher, die auf erneuerbare Energien Wert legen. Pro Jahr rechnen die Betreiber der Solaranlage mit Ost-/West-Ausrichtung nun mit etwa 5.700 kWh Sonnen-Strom. Das entspricht ungefähr dem Jahresverbrauch eines fünfpersonen-Haushalt.



Dieses Projekt in der beschaulichen Oberpfalz wurde durch den Verein "Päpstlicher Solarstrom für die berufliche Jugend in Europa e.V." ins Leben gerufen. Diese profitieren - neben der Umwelt - auch von den Einnahmen, die benachteiligten Jugendlichen Deutschlands und in Osteuropa zugute kommen sollen. Beim Bau der Anlage waren manche von diesen bereits aktiv involviert. In Zukunft sollen aber auch andere mit Lehrgängen zur erneuerbaren Energie unterstützt werden. Mag die Kirche in Aufklärungsfragen noch Nachholbedarf aufweisen, in Strom-Fragen und bei erneuerbarer Energie/Ökostrom im Speziellen mischt der Klerus ganz oben mit.