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Stromverbrauch im Haushalt

Kategorie: Strom

Die Ratlosigkeit angesichts der alljährlichen Stromrechnung ist bezeichnend für ein großes Problem im alltäglichen Umgang mit Energie: viele Verbraucher haben nur eine vage Ahnung vom Stromverbrauch der elektrischen Geräte im Haushalt. Das führt zu einem anderen Problem: wer seinen Stromverbrauch nicht kennt, kann in den meisten Fällen auch nichts bzw. nur sehr wenig daran ändern. Derart unterinformierte Verbraucher gehen auch schneller geschickter Werbung auf den Leim oder sind anfällig für gängige Klischees: bis heute halten z.B. viele Verbraucher die Energiesparlampe für Unsinn und denken, dass sie nur teurer sei, ohne tatsächlich Strom einzusparen. Aufklärung wird in Sachen Energie um so wichtiger, je stärker die Preise für Energie ansteigen.

Viele Haushalte kennen den eigenen Stromverbrauch nicht

Hand auf's Herz: Können Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch aus dem Stand nennen? Wenn ja, gehören Sie eindeutig zur Ausnahme der Verbraucher. Vielen Haushalten ist gar nicht klar, wieviel Strom und Gas pro Jahr verbraucht wird. Immer wieder gehen beim Kundenservice des Tarifo.de Stromvergleichs zahllose Anfragen bzgl. des Stromverbrauches ein. Auch für sozialschwache Haushalte, die auf jeden Cent achten müssen, ist eine genaue Kenntnis von Gas- und Stromverbrauch wichtig. Allein durch kleine Maßnahmen lässt sich der Stromverbrauch im Haushalt derart reduzieren, dass jährlich durchschnittlich gut 200 Euro mehr zur Verfügung stehen, wie z.B. auch der Südwest Aktiv berichtet.

Beispiel für Stromverbrauch im Haushalt: die Waschmaschine

Testen wir z.B. ein Gerät, das in vielen Haushalten steht und sehr viel Strom verbraucht: die Waschmaschine. Im Vergleich steht der Stromverbrauch einer Waschmaschine mit hoher Energieeffizienz und der Stromverbrauch einer Waschmaschine älteren Baujahrs, die eine sehr schlechte Energieeffizienz-Klasse hat. Wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) vorrechnet, verbraucht ein modernes Gerät 0,85 kWh bei einem gewöhnlichen Standardwaschgang. Der Stromverbrauch einer schlechteren Maschine steigt schnell auf 1,1 kWh pro Waschgang. Wer eine Waschmaschine nutzt, die deutlich vor 1990 gebaut worden ist, kommt sogar schnell auf einen Stromverbrauch von 1,5 kWh pro Waschgang. Der Wasserverbrauch geht dabei ebenfalls stark auseinander: 40 Liter verbraucht eine effiziente Maschine, 60 Liter eine weniger effiziente und die Maschine aus Großmutters Zeiten sogar ganze 100 Liter. Doch was bedeutet das nun konkret für den Geldbeutel? Sind die Unterschiede wirklich so gravierend? Das lässt sich ganz einfach ausrechnen. Ein Zweipersonenhaushalt, der fünf mal pro Woche die Waschmaschine anschmeißt kommt auf einen wöchentlichen Verbrauch von 4,25 kWh, das macht 17 kWh im Monat und 204 kWh im Jahr. Bei einem durchschnittlichen kWh-Preis von 0,20 Euro sind das im Jahr gut 40 Euro nur fürs Wäsche waschen. Die weniger effiziente Maschine verbraucht im Jahr 264 kWh, was auf einen Preis von 52,80 Euro kommt. Die alte, völlig ineffiziente Maschine verbraucht sogar 360 kWh im Jahr und kostet somit 72 Euro - nur an Stromkosten, den um fast 15.000 Liter höheren Wasserverbrauch (!) gar nicht mit eingerechnet. Das sind 32 Euro mehr bei exakt der gleichen Leistung. Die meisten Waschmaschinen sind deutlich über 10 Jahre in Betrieb, bevor sie ausgewechselt werden - was wiederum über 320 Euro Mehrkosten über die gesamte Laufzeit bedeutet.

Richtwerte für den Stromverbrauch

Um genaue Werte für den eigenen Stromverbrauch zu erhalten, empfiehlt es sich, ein so genanntes Energiekosten-Messgerät einzusetzen. Mit diesem kann man den Stromverbrauch eines einzelnen Gerätes exakt bestimmen. Dazu muss man meist nur das das Messgerät zwischen die Steckdose und das elektrische Gerät, das zu messen ist, klemmen und auf einem Display wird der Verbrauch in kWh angezeigt. Anschließend rechnet man den Verbrauch seiner elektrischen Geräte zusammen und hat seinen Gesamt-Stromverbrauch in kWh. Diesen einfach mit dem Strompreis multiplizieren und man weiß, was einem die Stromrechnung am Ende des Jahres präsentieren wird (wobei natürlich im Winter i.d.R. mehr Strom verbraucht wird als im Sommer). Nur wer seinen Stromverbrauch kennt, kann effektiv Strom sparen - und damit auch Geld sparen. Ein anderer Weg ist natürlich einfach der Blick auf die letzte Stromrechnung - dort wird der gesamte Stromverbrauch angezeigt. Allerdings ohne eine Einzelauflistung aller Geräte. Wer einfach nur einen schnellen Richtwert für den eigenen Stromverbrauch wünscht, der kann sich grob an den folgenden Angaben orientieren: - Haushalt mit einer Person: ca. 1400-1500 Kilowattstunden pro Jahr - Haushalt mit zwei Personen: ca. 2400 Kilowattstunden pro Jahr - Haushalt mit drei Personen: ca. 3200 Kilowattstunden pro Jahr - Haushalt mit vier und mehr Person: 4500+ Kilowattstunden pro Jahr