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Verschafft die Atomkraft-Katastrophe in Japan Erdgas ein Comeback?

Kategorie: Gas

Aufgrund des Ausfalls der Reaktoren in mehreren japanischen AKW muss nun Erdgas die Lücke in der Energieversorgung füllen. Die Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) für die Gaskraftwerke in Japan werden aufgestockt. Neue Gasvorkommen weltweit könnten Gas einen neuen Aufschwung bescheren. Verschafft die Atomkraft-Katastrophe in Japan Erdgas ein Comeback? Düsseldorf- Die Aufräumarbeiten nach Erdbeben und Tsunami in Japan gehen weiter voran, während Experten fieberhaft versuchen, die Reaktoren im havarierten AKW Fukushima zu kühlen. Da mindestens 11 Reaktoren in Japan derzeit abgeschaltet sind, ist das Land auf alternative Energiequellen angewiesen. Um die entstandene Versorgungslücke bei Strom und Wärme zu füllen, werden derzeit verschiedene Flüssiggastanker nach Japan umgeleitet. Erdgas gilt als die kurzfristig am besten geeignete Energiequelle. Auch in Deutschland muss der Wegfall von Kapazitäten durch die geplante Abschaltung von Atomkraftwerken kompensiert werden. Obwohl die Erneuerbaren Energien Wind- und Solarenergie als Hoffnungsträger der Zukunft gelten, können sie kurzfristig nicht den erhöhten Energiebedarf decken. So fehlt es beispielsweise an Infrastruktur, um die Windenergie aus der Nordsee in die europäischen Netze einzuspeisen.

Neue Gasvorkommen aber auch viele Risiken

Der Rohstoff Erdgas erlebt derzeit einen neuen Aufschwung zu dem auch neue Gasfunde in den USA, Norwegen, Zentralasien, in der Karibik, Nigeria und im Mittelmeer beigetragen haben. Russland und Qatar gelten als die weltweit größten Gasexporteure. Allerdings birgt Gas auch seine Risiken. Neben der CO2-Problematik wird Erdgas auch gerne als Druckmittel eingesetzt, um eigene Interessen durchzusetzen. Mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Erdgas zur Stromerzeugung und den steigenden Ölpreisen, könnten sich auch in Europa die Gaspreise erhöhen.
Bild: LNG #6 von lightgraphs, bearbeitet von Tarifo.de CC-BY.