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Netzentgelte für Strom steigen. Kosten senken geht trotzdem

Kategorie: Strom

Erstmals nach Jahren sinkender Durchleitungsgebühren genehmigt die Bundesnetzagentur den Stromversorgern Preissteigerungen um bis zu 30 Prozent. Die Netzgebühren machen etwa ein Drittel des Strompreises aus. Strom könnte für viele Haushalte daher wieder deutlich teurer werden. Der letzte Strompreis-Schock liegt noch nicht lange zurück. Erst zum Jahreswechsel haben etwa 500 Stromversorger ihre Stromtarife insbesondere in der Grundversorgung erhöht. Viele Kunden haben daraufhin ihren Stromanbieter gewechselt. Nun droht eine erneute Strompreis-Erhöhung. Nun dürfen EON, RWE, Vattenfall und EnBW wieder deutlich höhere Gebühren von ihren Konkurrenten verlangen. Diese hatten den „Großen Vier“ in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, mit überhöhten Netzgebühren den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu verzerren. Die Bundesnetzagentur hat die Betreiber der Stromnetze daher wiederholt zu teils drastischen Senkungen der Durchleitungsgebühren veranlasst. Grund für die Kehrtwende der Behörde ist der zunehmende Anteil an Ökostrom im deutschen Stromnetz. Weil die Einspeisung insbesondere von Windkraft stark witterungsabhängig ist, kommt es zu immer stärkeren Spannungsschwankungen. Die notwendige Netzstabilisierung ist kostenintensiv und soll über die Erhöhung der Netzentgelte finanziert werden. Viele Stromanbieter werden die Mehrkosten wohl an ihre Kunden weitergeben. Für die Verbraucher gibt es dennoch Möglichkeiten, Stromkosten auch bei steigenden Energiepreisen zu senken. So gibt es immer mehr energieeffiziente Haushaltsgeräte, mit denen sich schon beim Kaffeekochen Strom sparen lässt. Mit Hilfe abschaltbarer Steckdosenleisten kann man darüber hinaus die Stromverschwendung durch Stand-By-Betrieb beenden. Überdies nutzen immer mehr Verbraucher den kostenlosen Stromrechner von Tarifo.de. Dieser wird fortlaufend aktualisiert und sucht aus 7000 Stromtarifen die vor Ort günstigsten Angebote. Zu den Gewinnern der letzten Strompreis-Runde gehören dabei gerade solche Energieversorger, die das Strom-Sparen selbst belohnen. Die energieGUT Gmbh beispielsweise zahlt ihren Kunden bei einer Energie-Sparleistung von 5 Prozent beim HalloSpar!-Tarif eine Prämie von 10 Euro. Wer noch sparsamer ist wird mit bis zu 70 Euro belohnt. Auch der mittelständische Energieversorger FlexStrom AG hat im letzten Jahr deutlich hinzugewonnen. Interessant sind die Stromtarife von Flexstrom vor allem aufgrund der großzügigen Neukunden-Boni. Voraussetzung ist hier aber eine jährliche Vorauszahlung und ein je nach Tarif unterschiedlich hoher Mindestverbrauch an Kilowattstunden. Der Stromanbieter aus Berlin übernimmt auf Wunsch auch alle Formalitäten für wechselwillige Kunden und verfügt über einen ausführlichen Internet-Service.