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Apotheker- und Ärztebank klagt gegen Ex-Vorstände

Kategorie: Finanzen

Besonders risikoreiche Aktiendeals von fünf ehemaligen Vorstandsmitgliedern im Jahr 2009 haben der Apotheker- und Ärztebank Verluste in Millionenhöhe beschert - welche sich das Finanzinstitut nun mittels einer Klage zurückzuholen gewillt ist. Eine außergerichtliche Einigung im Vorfeld ist an der von den Ex-Managern angebotenen Höhe des Rückzahlungsbetrages gescheitert. Apotheker- und Ärztebank klagt gegen Ex-Vorstände

Trotz Missmanagement der Ex-Vorstände: 2010 erfolgreiches Jahr für ApoBank

Innerhalb dieser Woche noch plant der jetzige Vorstandchef der Apotheker- und Handelsbank nach eigener Aussage gegenüber dem Handelsblatt die Einreichung der einzelnen Klageschriften über Schadensersatz in Höhe einer Gesamtsumme von über 65 Millionen Euro. Allerdings wurde der durch den An- und Verkauf diverser spekulativer Wertpapiere verursachte Verlust inzwischen wieder ausgeglichen - zumindest kann das Unternehmen nach dem Ausflug in die roten Zahlen wieder auf eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2010 zurückblicken. Dass dennoch gegen die den fünf Betroffenen geklagt wird, hält Pfennig nichtsdestotrotz für gerecht: Der Jahresüberschuss von mehr als 50 Millionen Euro sei dem Finanzinstitut nicht gut genug und läge noch fernab geplanter Spitzenwerte. Zudem wird sich zwar ein Jahr ohne Ausschüttung einer Dividende für die rund 100.000 Mitglieder der Bank nicht wiederholen - vielmehr ist diese mit vier Prozent veranschlagt. Allerdings könnten auf die Ärzte und Apotheker finanzielle Belastungen aufgrund der hohen Kapitalanforderungen von Basel III zur Sicherung des weltweiten Finanzsystems zukommen. Die Verwaltung toxischer Papiere zumindest, über die die Apotheken- und Ärztebank verfügt, wurde der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment übertragen. Und was die Kunden des Finanzhauses betrifft, so werden sich im Falle der fünf ehemaligen Vorstandsmitglieder wohl keine von ihnen einer Klage anschließen, denn sie sind nicht von einer Falschberatung über riskante Wertpapiergeschäfte betroffen. Fast ausschließlich nämlich finanzierten jene zwar Anschaffungen durch die apoBank: Auf eine vorhergehende Beratung jedoch würde weitestgehend verzichtet.

Apotheker- und Ärztebank will kundenorientierter werden

Trotzdem plant die Apotheker- und Ärztebank auf Neuerungen hinsichtlich de Kundenstammes: Dieser soll bereits durch Akquise an Universitäten vergrößert werden und nicht erst nach der Eröffnung einer Apotheke oder Praxis.
Bild: 100108_Apotheke_001 von weisserstier, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.