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Erdbeben: Versicherer stehen vor Milliardenschäden

Kategorie: Finanzen

Das verheerende Erdbeben in Japan wird den Versicherungen teuer zu stehen kommen. Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe werden erwartet. Dagegen wird die drohende Nuklearkatastrophe keinen großen Einfluss auf die Versicherungswirtschaft haben.

Rückversicherer haben größte Belastungen

Erdbeben: Versicherer stehen vor Milliardenschäden Nach Einschätzung der Ratingagentur Moddy’s werden die Folgen des Erdbebens in Japan auch die Versicherungsbranche schwer treffen. Dabei hätten die weltweit größten Rückversicherer wie beispielsweise Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück die größten Belastungen zu tragen. Über die Höhe der erwarteten Verluste wurden jedoch noch keine konkreten Angaben gemacht. Allein die verursachten und versicherten Schäden an Gebäuden betragen laut Einschätzungen des Versicherungsdienstleister AIR Worlwide rund 21,5 Milliarden Euro. Da das Ausmaß der Schäden durch Erdbeben und Tsunami noch nicht abzuschätzen ist und Nachbeben die Lage ständig verändern, ist es noch viel zu früh für eine genaue Kalkulation der volkswirtschaftlichen sowie der versicherten Schäden. Die Rückversicherer könnten zudem ihre übernommenen Risiken bei Erdbebenschäden an Wettbewerber transferiert haben, um so ihre eigenen Belastungen begrenzt zu halten. Dagegen haben europäische Erstversicherer wie Allianz und Zurich nur einen geringen Marktanteil in Japan und dürften deshalb eher in geringem Maße von dem Erdbeben betroffen sein. Drei japanische Konzerne teilen sich den Markt für Erstversicherungen und haben insgesamt einen Anteil von 90 Prozent.

Versicherungen schließen Folgen von Atomunfällen aus

Wenige Auswirkungen wird dagegen die drohende Nuklearkatastrophe auf die Versicherungswirtschaft haben, denn die Schäden von Atomunfällen an Reaktoren und Gebäuden sind nicht versicherbar. Die Prämien für Sachschäden an Kernkraftwerken würden sonst unermessliche Höhen erreichen und die Schäden sind kaum kalkulierbar. Der japanische Kernkraftwerksbetreiber Tepco, der seit 2010 keine Sachversicherung für die Kraftwerke abgeschlossen hat, muss die Schäden an den Werken demnach selbst finaziell stemmen. In diesem Fall dürften jedoch auch teilweise die japanische Regierung für die Schäden aufkommen.
Bild: House and Car destroyed by Tsunami von U.S. Geological Survey, bearbeitet von Tarifo - CC-BY.