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Wissenschaft statt EZB - zum Abschied Hiobsbotschaft

Kategorie: Finanzen

Gleich zwei Dinge waren es, mit denen Axel Weber auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz der Deutschen Bundesbank für Furore sorgte: Sein künftiges berufliches Engagement ebenso wie die Verkündung der Halbierung des Gewinnes, den die Notenbank im Jahr 2010 aufgrund des Rekordtiefs der allgemeinen Zinssätze der Bundesregierung beschert. Wissenschaft statt EZB - zum Abschied Hiobsbotschaft

Rede zum Abschied: zur EZB und privaten Zukunft

So werde der Gewinn, den die Notenbank jedes Jahr an die Bundesregierung abführe, nur noch etwas über zwei Milliarden Euro betragen – eine Summe, die zunächst zwar gewaltig klingt, im Gegensatz zu den Vorjahren jedoch eine Reduzierung um die Hälfte bedeutet und damit erneut zu wirtschaftlichen Engpässen führen könnte. Für die drastische Differenz zeigen sich nach Aussagen des Bundesbankpräsidenten der Ankauf von Anleihen hoch verschuldeter Staaten und die dadurch erhöhte Risikovorsorge verantwortlich. Gute Aussichten hingegen werden einmal mehr dem prognostiziert, was immer glänzt: dem Edelmetall Gold. Hier wurde ein Wertanstieg der Reserven von 84 auf 115 Milliarden Euro verzeichnet. Axel Weber allerdings fühlt sich wohl der Verlustrechnung verpflichtet: Er selbst nimmt für die Ausübung seines zukünftigen Jobs nach dem Ausscheiden aus der EZB ein geringeres Einkommen in Kauf – denn das Gehalt von knapp unter 400.000 Euro im Jahr, über das Axel Weber in seinem Amt als Bundesbankpräsident verfügen konnte, wird wohl von der Universität in Chicago nicht auch gezahlt werden.

Von der EZB and die Universität Chicago

Denn hier verschlägt es ihn hin: In die Vereinigten Staaten von Amerika, und nicht an die Wall Street, sondern in eine wissenschaftliche Einrichtung, die Universität von Chicago – zumindest für die Dauer von einem Jahr. Danach gelten der Hochschule in Köln seine Ambitionen.
Bild: Deutsche Bundesbank von Moe_, CC-BY.