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Energiewende: Länder sollen Windkraft-Ausbau zurückfahren

Kategorie: Strom

Viele Länder haben den Ausbau der Erneuerbaren Energien derart forciert, dass die Ziele der Bundesregierung beim Ökostrom-Ausbau nicht nur übererfüllt werden könnten, der schnelle Ausbau insbesondere der Windenergie ist auch mit Problemen beim Netzanschluss verbunden. Ein Sprecher von Umweltminister Altmaier kündigte deshalb an, dass einige Länder wohl "von bestimmten Ausbauzielen Abstand nehmen müssen."

Energiewende: Länder sollen Windkraft-Ausbau zurückfahren The Machine von gavdana Bislang herrscht bei der Energiewende kaum Koordination, jedes Bundesland hat seine eigenen Pläne, die nur gering bis gar nicht auf diejenigen der anderen abgestimmt sind. In der Branche wird deswegen schon von Anarchie gesprochen. Umweltminister Peter Altmair hat angekündigt die Pläne des Bundes und der Länder besser koordinieren zu wollen. Dies dürfte für einige Länder bedeuten ihre Pläne zurückzuschrauben zu müssen.

Bayern und Baden-Württemberg wollen Windkraft stark ausbauen

Während im Süden bislang vor allem Photovoltaik- und Biomasse-Anlagen dominierten haben Bayern und Baden-Württemberg nun auch damit begonnen die Windkraft auszubauen. Beide Länder streben einen Windenergie-Anteil von 10 Prozent im Strommix an. Da auch anderweitig die Erneuerbaren Energien stark ausgebaut wird kommen Fragen auf, ob der zusätzliche Ökostrom auch gebraucht wird und ob er überhaupt ins Netz eingespeist werden kann? Berechnungen des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge könnte der Ökostrom-Anteil im Jahr 2020 bereits bei 55 Prozent, statt der vom Bund beabsichtigten 35 Prozent liegen. Schon jetzt stoßen die Stromnetze allerdings an ihre Grenzen. Angaben der WELT zufolge können derzeit 0,1 bis 0,2 Prozent der Windenergie nicht in die Netze eingespeist werden.

Strompreis könnte wegen Ökostrom-Ausbau weiter ansteigen

Altmaier betont regelmäßig, dass der Strompreis bezahlbar bleiben muss. Angesichts des schnellen Ökostrom- und Netzausbaus könnten die Strompreise jedoch weiter ansteigen. In einzelnen Bundesländern würde die EEG-Umlage bereits heute deutlich teurer sein, wenn diese auf Landes- und nicht aus Bundesebene verrechnet werden würde. Mecklenburg-Vorpommern wäre dem BDEW zufolge mit 8,7 Cent je Kilowattstunde deutschlandweit Spitze. Auch in Bayern betrüge die Umlage, die auf den Strompreis aufgerechnet wird, bereist 6 Cent, da im Freistaat besonders viel Sonnen- und Bioenergie erzeugt wird, für die es vergleichsweise hohe Einspeisevergütungen gibt. Bild: The Machine von gavdana, CC BY - bearbeitet von Tarifo.de