Schnell & einfach
Finde den günstigsten Tarif
Bis zu 900 € sparen

Deutsche Bank: Sanktionen wegen unerlaubten Aktienhandels

Kategorie: Finanzen

Einen so hohen finanziellen Betrag musste noch kein Unternehmen im Börsengeschäft als Strafe für unerlaubten Wertpapierhandel zahlen wie aktuell die südkoreanische Deutsche Bank-Tochter Securities Korea: Eine Milliarde Won bzw. entsprechende 640.000 Euro kostete es das Unternehmen, dass es im vorletzten Monat des Jahres 2010 Aktienpakete in ungerechtfertigter Höhe an der Börse in Seoul platziert hatte. Deutsche Bank: Sanktionen wegen unerlaubten Aktienhandels

Securities Korea akzeptiert Sanktionen

Nach Ermessen des koreanischen Stock-Exchange hat sich Securities Korea über die Grenzen des sauberen Parketthandels bewegt, indem sie Aktien in Hülle und Fülle auf den Markt geworfen, zwischen Futures und Spotmärkten jongliert und zu allem weiteren Überfluss die Aufsichtsbehörde nicht über einen geplanten Wertpapierverkauf in Höhe von 2,24 Billionen Won informiert habe. Auch Regeln des so genannten Arbitrage-Geschäfts soll die Tochter der Deutschen Bank Gruppe verletzt haben und die Preisunterschiede der verschiedenen Märkte auf nicht mehr legale Art genutzt. Die Strafe erfolgt nicht ohne Warnung: Bereits einmal wurde die Deutsche Bank für ein halbes Jahr fast gänzlich vom südkoreanischen Eigen- und Freihandel bezüglich Finanzderivate ausgeschlossen. Dass die Vorwürfe wohl zu Recht erhoben wurden, zeigt die Reaktion der Bank, die zu den  größten Finanzinstituten rund um den Globus zählt: Denn die Strafe wurde ohne jeden Rechtfertigungsversuch akzeptiert. Ein weiteres Zeichen, dass die Tätigkeiten wohl auf wahren Fakten beruhen, findet sich im drastischen Einbruch des Aktienindexes um beinahe 50 Punkte, der ebenfalls im November des vergangenen Jahres stattfand - durch gezieltes Ausnutzen der Preisdifferenzen am Spot- und am Futures-Markt konnten die Börsianer einen Gewinn von insgesamt knapp 30 Millionen Euro für sich verbuchen.

Unerlaubter Aktienhandel in Zukunft zu vermeiden

Stellt man allerdings diese Summe den 640.000 Euro Strafe gegenüber, so ist es kein Wunder, dass seitens der Deutschen Bank ohne Weiteres die Zahlung vorgenommen und der Sanktion entsprochen wird. Nichtsdestotrotz sollte die Securities Korea in naher Zukunft erst einmal von Börsengeschäften absehen, denen auch nur ein Hauch des Unlauteren anhaftet.
Bild: Foto von sunshinecity, bearbeitet von Tarifo.de - CC-BY