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SolarWorld: Klage gegen chinesische Konkurrenz erfolgreich

Kategorie: Strom

Der deutsche Solarhersteller SolarWorld hat zusammen mit sechs weiteren Firmen in den USA gegen Dumpingpreise der chinesischen Konkurrenz geklagt - mit Erfolg. Das US-Handelsministerium entschied im Sinne der Kläger, chinesische Solarprodukte sollen in den USA zukünftig mit Strafzöllen in Höhe von 31 bis 250 Prozent belegt werden. SolarWorld: Klage gegen chinesische Konkurrenz erfolgreich SolarWorld produziert nicht nur in Deutschland, sondern hat auch ein Werk in Oregon. Die Solarfirmen hatten geklagt, da die Dumpingpreise aus China 2.000 Arbeitsplätze in den USA vernichtet haben sollen. Ob chinesische Solarhersteller die Strafzölle aber auch tatsächlich bezahlen müssen ist noch nicht sicher, denn es ist anzunehmen, dass diese Einspruch gegen die Entscheidung des Handelsministeriums einlegen.

Strafzölle führen zu Preisanstieg bei Solarprodukten

Ob die Solarbranche in den USA von den Strafzöllner gegen Dumpingpreise profitieren kann ist unklar, denn durch die Strafzahlungen werden die Solarprodukte für die Kunden teurer. Dies kann zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Andere Erneuerbare Energien, wie etwa die Windkraft oder Biokraftstoffe, werden dann preislich attraktiver als die Photovoltaik. Ökostrom-Produzenten könnten sich durch den erwarteten Preisabstieg von der Sonnenenergie abwenden. Für Deutschland hat das Urteil keine direkte Auswirkung. Zwar beklagen sich auch hierzulande Solarhersteller über die Billig-Konkurrenz aus China, Strafzöllen wie in den USA sind in der EU aber nicht ohne Weiteres durchzusetzen.  In den letzten Monaten mussten in Deutschland mehrere Solarfirmen Insolvenz anmelden, einerseits wegen Überkapazitäten, andererseits wegen der chinesischen Konkurrenz. Bild: 11. Station Klimaschutztour - Solarpark in Inden im Kreis Düren von EnergieAgentur.NRW, CC-BY-SA - bearbeitet von Tarifo.de.