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Was ist die Energie der Zukunft?

Kategorie: Gas

Berlin – Die Energieversorgung in Deutschland basiert nach wie vor hauptsächlich auf den fossilen Energieträgern. Gas, Öl und Kohle. Doch allein schon aus Umwelt- und Klimaschutzgründen ist ein Festhalten am Status quo nicht möglich. Für Wirtschaft und Gesellschaft wird die Suche nach einer nachhaltigen Energieversorgung existenziell wichtig.

Energie aus Erdgas, Öl und Kohle

Ohne Energie läuft in unserer modernen Welt gar nichts. Erdgas, Öl und Kohle brauchen wir fast schon wie die Luft zum Atmen. Stein- Braunkohle werden vor allem in industriellen Anlagen zur Stromerzeugung verwendet. Ebenso unverzichtbar für die Mobilität moderner Gesellschaften ist Erdöl. Die nicht umsonst als „schwarzes Gold“ bezeichnete Ressource wird in Pipelines und Tankern rund um den Globus transportiert, um anschließend in Raffinerien zu Benzin verarbeitet zu werden. Gas ist sowohl für die industrielle wie private Energie- bzw. Wärmegewinnung unverzichtbar. Erdgas wird wie Erdöl mit großem Aufwand gefördert, aufbereitet und über weite Strecken transportiert. Kohle, Öl und Erdgas decken hierzulande über 80 Prozent des Primärenergie-Bedarfs. Der Rest entfällt auf die Erneuerbaren Energien und Atomkraft. Alle drei Energieträger teilen die problematische Eigenschaft, dass sie erst über die Verbrennung nutzbar gemacht werden können. Auf diese Weise gelangen über Jahrtausende gebundene Klimagase in die Atmosphäre und belasten das Klima. Allein deshalb sind Alternativen zur derzeitigen Form der Energieversorgung unumgänglich.

Fossile Energie-Träger werden knapp

Ein weiterer Grund für eine Abkehr von fossilen Energieträgern ist ihre Endlichkeit. Was auch die letzten Skeptiker von Ökostrom und Biogas überzeugen dürfte: die Gas- und Kohle-Vorräte werden voraussichtlich schon in diesem Jahrhundert zu Neige gehen. Je knapper die Energieträger werden, desto stärker nehmen Preise und Abhängigkeiten zu. Politik und Energiewirtschaft hoffen, mit der Entwicklung innovativer Technologien die drohende Energiekrise abzuwenden zu können.

Erneuerbare Energie mit Schwächen

Doch der Spielraum für die erfolgreiche Weiterentwicklung bereits bestehender Technologien ist gering. So gilt das Potenzial der Wasserkraft als weitgehend ausgeschöpft. Ob die Erdwärme die an sie geknüpften Erwartungen erfüllen kann ist ebenso alles andere als sicher. Hier ist der große Optimismus der Erkenntnis gewichen, dass die hierfür benötigten Tiefbohrungen Erdbeben auslösen können. Selbst die Biomasse erfüllt nicht das, was man einst von ihr erwartet hat. Die Konkurrenzsituation von Energie-Pflanzen und solchen für Nahrungsmittel ist gerade in Hinblick einer wachsenden Weltbevölkerung auf lange Sicht nicht tragbar.

Energie-Mix als Übergang

Ein breiter Energie-Mix ist daher aus Sicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unverzichtbar. So erklärt Geschäftsführerin Hildegard Müller: „Selbst wenn wir es erreichen, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern, müssen immer noch 70 Prozent des Stroms in herkömmlichen Kraftwerken produziert werden.“ Auf Kohle- Gas- und Kernenergie als Ergänzung zu den Erneuerbaren könne Deutschland somit nicht verzichten.

Quo vadis, Politik?

Welche Schlüsse die Politik daraus zieht bleibt abzuwarten. Die Bundesregierung will im Herbst ihre energiepolitischen Ideen vorlegen. Spannend wird dabei sein, ob und wie lang die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert werden. Zudem werden im Herbst wieder Atommüll-Transporte erwartet, auf die sich die Anti-Atombewegung bereits jetzt vorbereitet. Laut Forschungsministerin Annette Schavan wird der Energieforschung im diesjährigen Wissenschaftsjahr eine zentrale Bedeutung zukommen.