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Gasanbieter-Wechsel: Gaskosten lassen sich in einigen Städten halbieren

Kategorie: Gas

Gut ein Drittel der Gasanbieter hat in 2015 die Gaspreise reduziert. Durchschnittlich fünf Prozent oder 70 Euro konnten Verbraucher durch die Gaspreis-Senkungen im vergangenen Jahr einsparen. Doch durch ein wenig Eigeninitiative können Verbraucher ihre Gaskosten um ein Vielfaches stärker reduzieren: Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf ein Verbraucherportal berichtet, kann eine durchschnittliche Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ihre Gaskosten durch einen Wechsel aus der Grundversorgung zu einem alternativen Gasanbieter in einigen Regionen der Bundesrepublik sogar halbieren.

Gaspreise bei Grundversorgern im Schnitt 51 Prozent höher, als bei Alternativ-Anbietern

Eine durchschnittliche drei- bis vierköpfige Familie mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden muss in der Grundversorgung in Frankfurt aktuell rund 1.575 Euro für die jährliche Gasrechnung aufbringen. In einem alternativen Gastarif des Grundversorgers würden noch 1.247 Euro im Jahr fällig. Beim günstigsten alternativen Gasanbieter aber, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in Bezug auf Angaben des Verbraucherportals Verivox berichtet, würden gerade einmal 801 Euro für die Gasversorgung fällig. Ähnliche Unterschiede zwischen den Gaspreisen von Grundversorgung und alternativen Gasanbietern zeigen sich auch für andere Großstädte. In Berlin läge das Einspar-Potential bei einem Wechsel zum günstigsten verfügbaren Angebot bei 641 Euro, in Hamburg bei 569 Euro. In München könnten durch einen Wechsel aus der Grundversorgung bis zu 546 Euro im Jahr eingespart werden und in Köln 600 Euro. Besonders hoch sei das Einspar-Potential den Angaben des Verbraucherportals zufolge auch in Schwerin. Hier könne eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ihre Gaskosten halbieren, wenn sie dem Grundversorger den Rücken kehrt. Während der Basistarif des Grundversorgers 1.956 Euro im Jahr koste, liege das günstige verfügbare Angebot bei gerade einmal 959 Euro. Insgesamt hätten die Gaspreise in der Grundversorgung im Dezember 2015 im Schnitt 51 Prozent höher gelegen, als die Gaspreise alternativer Gasversorger.

Gastarife mit Preisgarantie und festen Sofort-Boni

Trotz des hohen Einspar-Potentials verbleiben viele Gaskunden aber in der vergleichsweise teuren Grundversorgung. Laut einem aktuellen Bericht von Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur sind vier von fünf Haushalte in Deutschland nach wie vor Kunden des örtlichen Grundversorgers. Fast jeder Vierte bezieht sein Gas beim Grundversorger zudem im teuersten Tarif, dem Basistarif. Nur jeder fünfte Gaskunde habe laut aktuellen Umfragen Vertrauen zu alternativen Gasversorgen. Dabei können ein paar Kriterien das Risiko für Verbraucher, an einen unseriösen Anbieter zu geraten, minimieren. So sollte eine Preisgarantie über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg bestehen. Auf Vorkasse- oder Kautionstarife sollte verzichtet werden. Außerdem empfehlen Verbraucherschützer insbesondere Angebote mit festen Sofortboni, die den Verbrauchern in der Regel einige Wochen nach Belieferungsbeginn ausgezahlt werden. Das Risiko, am Ende der Vertragslaufzeit den versprochenen Bonus nicht in vollem Umfang gewährt zu bekommen, werde so umgangen.