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Gas-Einkaufspreise gesunken: Gasanbieter geben Preissenkungen oft nicht weiter

Kategorie: Gas

Die Gaspreise im Großhandel sind im vergangenen Jahr um bis zu 22 Prozent gesunken. Bei Privatverbrauchern sind bislang aber nur Gaspreis-Reduktionen von etwa einem Prozent angekommen, wie der aktuelle Monitoring-Bericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt zeigt. Verbraucherschützer werfen Gasanbietern vor, auf Kosten ihrer Kunden hohe Gewinne einzufahren. Von der Politik erhoffen sie sich, Versorger zur Weitergabe von ihnen entstehenden Preisvorteilen zu verpflichten. Gas-Einkaufspreise gesunken: Gasanbieter geben Preissenkungen oft nicht weiter Euro-Scheine

Gasverbraucher könnten 270 Euro im Jahr einsparen

Knapp 1.900 Euro muss ein Berliner Vier-Personen-Haushalt in der Grundversorgung von Gasanbieter GASAG derzeit pro Jahr für die Begleichung seiner Gasrechnung aufbringen. Eine Menge Geld, insbesondere in Hinblick auf die dazukommenden jährlich steigenden Kosten für die Stromversorgung. Dabei könnten die Energiekosten um einiges niedriger liegen, wie aus einem aktuellen Monitoring-Bericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt hervorgeht. Dem Bericht zufolge, der dem Nachrichtenmagazin Spiegel Online vorliegt, sind die Einkaufspreise für Gas im vergangenen Jahr zwischen 15 und 22 Prozent gesunken. Gasanbieter, die Erdgas zu den stark reduzierten Preisen eingekauft haben, gaben ihren Kunden allerdings nur einen Bruchteil der ihnen entstehenden Preisvorteile weiter. So seien die Gaspreise für Privathaushalte im Schnitt um gerade einmal ein Prozent gesunken. So mussten Kunden im örtlichen Grundversorgungstarif im vergangenen Jahr im Schnitt 7,11 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Kunden, die ihr Gas direkt vom Großhandel bezogen, mussten mit 6,12 Cent pro Kilowattstunde gut einen Cent weniger zahlen. Auf ein Jahr und einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 27.000 Kilowattstunden bezogen entspricht das einem Preisunterschied von gut 270 Euro. Angesichts dessen fordern Verbraucherschützer Gasanbieter auf, ihnen entstehende Preisvorteile bei der Gasbeschaffung an ihre Kunden weiterzugeben. Grünen-Energieexperte Oliver Krischer erwartet von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), dafür zu sorgen, dass günstigere Gaspreise an Kunden weitergegeben werden müssen. Das Energierecht biete dafür genügend Handlungsspielraum.

Gasanbieter-Wechsel birgt Einspar-Potential von über 800 Euro

Bis dahin könnten Kunden das Verhalten ihrer Gasversorger mit einem Wechsel zu einem günstigeren Gasanbieter quittieren. So kann ein Berliner Vier-Personen-Haushalt über 800 Euro im Jahr einsparen. Bei einem Gasanbieter-Wechsel sollten Verbraucher auf bestehende Preisgarantien über die Vertragslaufzeit hinweg achten. Zudem sollten möglichst kurze Kündigungsfristen und Anschlusslaufzeiten bestehen. Auf Kautions- oder Vorkasse-Zahlungen sollte verzichtet werden. Durch einen jährlichen Wechsel des Gasanbieters lässt sich aufgrund der oft gewährten Bonus-Zahlungen am meisten Geld einsparen. Insbesondere sogenannte Sofort-Boni, die Verbraucher in der Regel innerhalb von 60 Tagen nach Vertragsbeginn erhalten, sind laut Verbraucherschützern empfehlenswert, da Kunden so nicht bis Vertragsende auf etwaige Zahlungen warten müssen. Bild: Euro-Scheine von Maik Meid, CC BY – bearbeitet von Tarifo.de