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Fracking-Studie zeigt Anstieg von Erdbeben durch Gasförderung

Kategorie: Gas

Die umstrittene Gasfördermethode Fracking sorgt weiterhin für Diskussionsstoff. Während Umweltschützer in Deutschland vor allem gegen einen Einsatz von unkonventionellem Fracking kämpfen, um Trinkwasser-Verunreinigungen zu vermeiden, mehren sich in den USA die Studien zu Zusammenhängen zwischen der Gasfördermethode und einem häufigeren Auftreten von Erdbeben. Eine aktuelle Studie der US-Geologiebehörde zeigt nun, dass Erdbeben in Fracking-Regionen mit einer „höheren Rate als je zuvor“ auftreten. Die Forscher fordern, die Injektion von Fracking-Abwasser in den Boden zu unterbinden. Fracking-Studie zeigt Anstieg von Erdbeben durch Gasförderung Fracking

Fracking-Chemikalien könnten Grundwasser verunreinigen

Die US-Geologiebehörde USGS hat in einer aktuellen Studie einen starken Anstieg von Erdbeben an der Westküste und im Mittleren Westen der USA festgestellt. Seit über einem Jahrzehnt gäbe es in 17 Regionen in insgesamt acht Bundesstaaten „erhöhte Raten von induzierter Seismizität“. Betroffen seien die US-Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Colorado, Kansas, New Mexico, Ohio, Oklahoma und Texas. Die Forscher betonen, dass die Erdbeben mit einer „höheren Rate als je zuvor“ auftreten und eine „große Gefahr“ für die Anwohner darstellen würden. Als ursächlich für die vermehrten Erdbeben-Vorkommen sehen die Wissenschaftler die umstrittene Fracking-Technologie. Beim Fracking wird ein Wasser-Chemikalien-Gemisch unter Druck in die Erde geleitet, um Schiefergas oder Öl-Reserven an die Oberfläche zu befördern. Durch die Injektion von Abwasser, welches salzig oder durch Chemikalien verunreinigt sei, erhöhe sich der unterirdische Porendruck, wodurch die Erdbeben-Gefahr steige. Es müsse verhindert werden, dass verunreinigtes Abwasser in unterirdische Frischwasserquellen gelangt. In den USA wird unkonventionelles Fracking seit der Jahrtausendwende wirtschaftlich zur Gasförderung eingesetzt. Berichte über entzündbares Trinkwasser, vermehrt auftretende Erdbeben sowie Chemiekalien-Rückstände im Grundwasser und damit verbundene gesundheitliche Probleme von Anwohnern werden von Energiekonzernen oft heruntergespielt. Um die Auswirkungen der Gasförderung durch unkonventionelles Fracking auf Umwelt und Gesundheit besser beurteilen zu können, unterstützt die EU nun einige Forschungsprojekte finanziell. So wurden für das Forschungsprogramm Horizon 2020 insgesamt rund 12 Millionen Euro für die Schiefergas-Forschung bereitgestellt.

Fracking-Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden

In Deutschland ist Fracking bislang durch das Bergrecht nur unzureichend geregelt und prinzipiell erlaubt. Aufgrund von Bürgerprotesten und der Sorge von Umweltschützern über Trinkwasser-Verunreinigungen besteht aber seit einigen Jahren ein faktisches Moratorium. Die Bundesregierung will noch vor der Sommerpause ein Gesetz zur zukünftigen Regelung des Einsatzes von Fracking verabschieden. Dieses sieht vor, den Einsatz der Gasfördermethode stark einzuschränken und nur unter strengen Auflagen und außerhalb von Wasserschutzgebieten zu erlauben. Umweltschützer kritisieren, dass dies keinem grundsätzlichen Verbot entspräche. Zudem seien Probebohrungen für unkonventionelles Fracking weiterhin erlaubt, weshalb die Tür für einen späteren wirtschaftlichen Einsatz der umstrittenen Gasfördermethode prinzipiell offen bliebe. Bild: Fracking von Daniel Lobo, CC BY – bearbeitet von Tarifo.de