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Haftpflichtversicherung: Geliehenes ist oft nicht versichert

14.08.2014 | 15:46 Uhr | Finanzen

Wer sich häufig Dinge von Freunden oder Bekannten ausleiht oder auch gegen Geld mietet, der sollte seinen Versicherungsschutz überprüfen – denn oft zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht bei Schäden am geliehenen oder gemieteten Sachen. Wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft (08/2014) zeigt, gibt es zwar einige sehr gute Haftpflichtpolicen, die auch bei solchen Schäden einspringen, allerdings gilt dann oft eine Obergrenze.

Haftpflichtversicherung: Geliehenes ist oft nicht versichert portatil-tablet-smartphone

Schäden an Mietwohnungen werden reguliert

Viele Verbraucher nehmen an, dass die private Haftpflichtversicherung auch für Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen aufkommt, doch oft ist dies nicht der Fall. Insbesondere, wer sich teure elektronische Geräte wie Tablets oder Kameras von Bekannten ausleiht oder bei Unternehmen mietet, sollte seinen Versicherungsschutz überprüfen, um im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Darüber klärt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft (08/2014) auf. Hintergrund dafür, dass viele Versicherungspolicen Schäden an geliehenen oder gemieteten Dingen nicht regulieren, ist, dass die Leihsache praktisch Eigentum ersetzt – und dieses üblicherweise nicht versichert ist. Einen Unterschied zwischen unentgeltlich und gewerblich gemieteten Dingen machen Versicherer bei der Schadensregulierung nicht. Ausgenommen von diesen Regelungen sind üblicherweise Schäden an Mietwohnungen.

Versicherungsschutz überprüfen

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es einige sehr gute Haftpflichtversicherungstarife gibt, bei denen auch Schäden an geliehenen oder gemieteten Dingen versichert sind. Oft ist die Schadensregulierung bei solchen Policen aber auf 10.000 oder 50.000 Euro begrenzt. In ihrem aktuellen Privathaftpflichtversicherungs-Test hat die Stiftung Warentest Tarife ermittelt, bei denen auch geliehene oder gemietete Sachen abgesichert sind. So bieten beispielsweise Interrisk (Tarif XXL), Asstel (Tarif Komfort) oder die Gothaer (Tarif Top) solche Versicherungstarife für Familien an. Die jährlichen Prämien für den Rundumschutz liegen zwischen 95 und 133 Euro. Verbrauchern wird empfohlen, sich vor dem Ausleihen teurer Dinge über ihren Versicherungsschutz zu informieren und gegebenenfalls in einen anderen Tarif zu wechseln.  
Bild: portatil-tablet-smartphone von miniyo73, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de