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KFZ-Versicherung mit Pay-as-you-drive: Bereitschaft gesunken

08.08.2014 | 14:50 Uhr | Finanzen

In den USA sind sie Gang und Gebe, in Deutschland noch immer ein Nischenprodukt: KFZ-Versicherungstarife mit sogenanntem „Pay-as-you-drive“-System (PAYD). Durch Aufzeichnungen des Fahrverhaltens will die Versicherung bei diesem System Rückschlüsse auf die Fahrsicherheit schließen und so individuelle Tarife anbieten können. Die Bereitschaft unter den Fahrzeughaltern, sich für günstigere Prämien überwachen zu lassen, hat im Vergleich zum Vorjahr aber abgenommen.

KFZ-Versicherung mit Pay-as-you-drive: Bereitschaft gesunken Auto In Dash Display

Individuelle Beitragshöhen und Rabatte

Wer sich für einen Pay-as-you-drive-Tarif seiner KFZ-Versicherung entscheidet, dem winken individuelle Tarife und Vergünstigungen bei sicherem Fahrverhalten. Im Gegenzug zeichnet das Fahrzeug unter anderem gefahrene Strecken, Brems- und Kurvenverhalten, sowie den Zeitpunkt von Fahrten auf. Diese Daten werden ausgewertet und anhand von „scores“ an die Versicherung weitergeleitet. Die kann anhand der Höhe des scores dann darauf schließen, wie sicher sich der Fahrzeughalter im Verkehr bewegt und die Beitragshöhe an den Fahrstil und die Kilometerleistung anpassen. Laut der aktuellen YouGov-Studie „Das vernetzte Auto“ konnte sich die Bekanntheit solcher Tarife in diesem Jahr im Vergleich zu 2013 aber nur geringfügig steigern. Noch immer ist dieses Modell vielen Fahrzeughaltern gänzlich unbekannt.

Frage nach Datenschutz verunsichert potentielle Kunden

Die YouGov-Studie weist aber auf das Potential solcher Versicherungsmodelle hin. Zwar ist die Bereitschaft, einen solchen Tarif abzuschließen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. Bei ausschließlicher Betrachtung von PAYD-Interessenten würden sich aber gut zwei Drittel schon bei einer jährlichen Ersparnis von 100 Euro oder weniger davon überzeugen lassen, in einen solchen Tarif bei ihrer Versicherung zu wechseln. Kritiker der PAYD-Tarife besorgt vor allem die Datensammlung über das Fahrverhalten. Insbesondere bezüglich der Daten über konkret gefahrene Strecken, sowie über das Missachten wichtiger Verkehrszeichen oder roter Ampeln sind viele Befragte hinsichtlich der Verwendung der gesammelten Daten verunsichert. Auch Datenschützer sehen die Überwachungs-Tarife zwiegspalten, insbesondere, falls die gesammelten Daten an Dritte weiterkommuniziert werden oder in falsche Hände geraten.
Bild: Auto In Dash Display von Intel Free Press, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de