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Vattenfall: Stromanbieter setzt weiterhin auf Atomkraft

Kategorie: Strom

Berlin Obwohl Vattenfall die Produktion erneuerbarer Energie kultivieren möchte, setzt der Stromanbieter nun Zeichen in Richtung Fortführung der Stromgewinnung aus Kernenergie. Hinsichtlich der Anteile und der Betriebsführung der Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel meldete sich der Vattenfall-Europa-Chef zu Wort. Vattenfall: Stromanbieter setzt weiterhin auf Atomkraft Der Europa-Chef Tuomo Hatakka betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, es bestehe die Möglichkeit, dass ein anderer Energiekonzern die Betriebsführerschaft für die Kraftwerke Krümmel und Brunsbüttel übernimmt. Dies bedeutet aber nicht, dass Vattenfall aus dem Kernenergiesektor aussteigt und seine Anteile veräußert. Der Energiekonzern setzt demnach weiter auf das Geschäft mit der Atomkraft. In Anbetracht der aus Kernenergie zu erwartenden Milliardengewinne trotz beschlossenem Atomausstieg verwundert dies aus unternehmerischer Sicht nicht.

Nicht ob die Reaktoren ans Netz gehen ist für Vattenfall offen - sondern wann

Für Vattenfall könnte der Betreiberwechsel Einnahmegewinne durch die Hintertür generieren. Denn durch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke im Jahr 2010 wurde der Grundstein gelegt für einen Betrieb der Kraftwerke über das Jahr 2030 hinaus. Sowohl Krümmel als auch Brunsbüttel wurden nach einer Pannenserie vor über zwei Jahren abgeschaltet. Der Energiekonzern hatte seinen Ruf nachhaltig geschädigt durch ein negatives Krisenmanagement zur Bewältigung der Störfälle. Laut dem Vattenfall Europa-Chef werden die Reaktoren frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2011 wieder ans Netz gehen können. Maßgeblich verantwortlich für das Anlaufen der Kraftwerke ist die Verhandlung mit E.ON über die Rollenverteilung. Die Anteile am Atomkraftwerk Krümmel werden je zur Hälfte von Vattenfall und E.ON gehalten. Das Atomkraftwerk Brunsbüttel ist zu zwei Dritteln im Besitz von Vattenfall. Allerdings obliegt die Entscheidung für die Wiederaufnahme des Betriebs nach Antrag des Betreibers der zuständigen Landesaufsicht in Schleswig-Holstein. Bild: Biblis-Umzingelung (24. April 2010) von springfeld