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Erdgas ohne CO2: Gasnetzbetreiber fördern gemeinsame Projekt

Kategorie: Gas

Übertragungsnetzbetreiber aus Belgien, den Niederlanden und Dänemark haben sich für eine CO2-freie Versorgung mit Erdgas ausgesprochen. Bis zum Jahr 2050 wollen sie mit gemeinsamen Projekten ihren Beitrag dazu leisten, das umweltfreundliche Erdgas vollständig von Treibhausgasen zu befreien. Erdgas ohne CO2: Gasnetzbetreiber fördern gemeinsame Projekt Die drei großen Übertragungsnetzbetreiber (Transmission System Operator, TSO) Fluxys (Belgien), Gasunie (Niederlande) und Energinet.dk (Dänemark) haben angekündigt, in Zukunft gemeinsam in Form von Projektarbeiten daran zu arbeiten, dass es bis zum Jahr 2050 ermöglicht werden kann, vollständig CO2-freies Erdgas durch die Versorgungsnetze zu leiten. Diese Zusammenarbeit soll auch einen Grundstein für ein gemeinschaftliches, nordeuropäisch ausgerichtetes Netz sein.

Übertragungsnetzbetreiber für CO2-freies Erdgas

In den kommenden 38 Jahren wollen die drei TSOs eine Vielzahl gemeinsamer Programme entwickeln und ausbauen, die sich unter anderem mit Ergas-betriebenen Fahrzeugen beschäftigen und diese mit einem Netz für Tankstellen und Speicherplätzen versorgen sollen. Auch die CCS-Technik (Carbon Dioxide Capture and Storage) zum Abscheiden und Speichern des Treibhausgases steht auf der Langzeitagenda. Fluxys mit Sitz in Brüssel und Zeebrügge, Nederlandse Gasunie aus Groningen und die staatliche Energinet.dk mit Hauptquartier auf Erritsø Sogn, Jütland managen die Transportnetze für Belgien, die Niederlande und Dänemark respektive. Sie agieren unabhängig von Gasproduzenten und setzen sich auch dafür ein, für Bioerdgas einen Mark in Nordeuropa aufzubauen. Die nationalen Gegebenheiten sollen dabei mit in die Prozesse einbezogen werden.

Gemeinschaftliche Projekte gegen Treibhausgase

Um den Vorsatz einer Versorgung mit Treibhausgas-freiem Erdgas europaweit umzusetzen, haben Fluxys, Gasunie und Energinet.dk auch ihre Bereitschaft angekündigt, mit anderen Netzbetreibern zusammenarbeiten zu wollen und ihren Zusammenschluss in alle Richtungen offen halten. Kurzfristig gesehen könnten durch die Förderung der Projekte und die damit verbundene Umlage auf die Erdgasverbraucher die Gaspreise zunächst einmal steigen. Auf lange Sicht führen diese von den TSOs angekündigten Maßnahmen jedoch zu einer umweltfreundlicheren Energieversorgung und für Erdgasverbraucher letztlich ebenfalls zu sinkenden Kosten. Erdgas wird in Zukunft in seiner Bedeutung als Energieträger weiter zunehmen und somit könnte auch für die deutschen Netzbetreiber der Ansatz aus Belgien, den Niederlanden und Dänemark ein interessanter Anstoß für die langfristige Planung in Bezug auf die Klimaschutzziele der CO2-Reduzierung liefern. Bild: turning corners von Genista, CC-BY-SA - bearbeitet von Tarifo.de.