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Gasmarkt: Erdgasförderung in Deutschland rückgängig

Kategorie: Gas

Erdgas ist bei seiner Verbrennung sauberer als der Energierohstoff Erdöl und gewinnt damit zunehmend an Bedeutung für den Klimaschutz. Mit der Erwartung steigender Nachfrage könnte die inländische Förderung für sinkende Gaspreise und weniger Abhängigkeit sorgen, während sie aber im Vergleich zur Erdölförderung sinkt. Erdgasförderung in Deutschland rückgängig Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen hat eine Aufstellung über die Fördermengen von Erdöl und Erdgas bekanntgegeben, in der ein Zuwachs für ersteres von über sechseinhalb Prozent bei einem gleichzeitigen Rückgang der Förderung von zweiterem um fünf Prozent verzeichnet wurde. Als Gründe für den Anstieg des geförderten Erdöls wird auf die Vorkommen bei Mittelplate/Dieksand in Schleswig-Holstein und Römerberg in Baden-Württemberg hingewiesen. Die geringere Menge des Erdgases läge laut LBEG Jahresbericht am abnehmenden Druck in den Gasförderstätten, wenn sich diese erschöpfen.

Weniger Erdgasförderung bei steigender Erdölmenge

Die in Deutschland geförderte Menge Erdgas macht derzeit lediglich 14 Prozent des Bedarfs aus. Diese stammen vornehmlich aus Niedersachsen, während die restlichen 86 Prozent der Gesamtmenge sich zumeist aus Gaslieferungen aus Russland, Norwegen und den Niederlanden speisen. Im letztgenannten Land nehmen die Fördermengen allmählich ab, während Konzerne wie ExxonMobil, mit einem Löwenanteil von fast 70 Prozent an der inländischen Förderung beteiligt, größtes Interesse daran zeigen, die deutschen Gasfördermengen zu steigern und sich somit auch aus der Abhängigkeit zu Unternehmen wie Gazprom zu befreien. Ein Lösungsansatz des Versorgungsproblems mit Erdgas aus Deutschland könnte in der Hydraulic Fracturing Methode, auch Fracking genannt, zur Gasgewinnung liegen. Hierbei wird eine spezielle Flüssigkeit in Risse in Steinschichten gepresst, wodurch einerseits das Gasvorkommen hinausgedrückt und andererseits das Gestein stabilisiert wird. Diese Methode hat in den USA zu niedrigen Gaspreisen geführt, ist aber in ihrer Umweltverträglichkeit umstritten.

Fracking: umstritttene Methode zur unkonventionellen Gasförderung

Die Forschung befindet sich noch am Anfang der Untersuchungen zu möglichen Umweltschäden im Zusammenhang mit den chemischen Inhaltsstoffen der Hydraulic Fracturing Flüssigkeit. Die Kritiker der Methode vermuten insbesondere auch eine Verunreinigung des Trinkwassers, so dass das Fracking besonders in den potentiellen Anwendungsgebieten auf die Ablehnung und den Protest der Anwohner stößt. Wenn die Erdgasförderung im Inland jedoch weiter rückläufig ist, könnten die Gaspreise hierzulande aufgrund der mehr benötigten Importe weiter steigen. Bild: Gas wells von Gerry Dincher, CC BY SA - bearbeitet von Tarifo.de.