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Trotz Laufzeitverlängerung: Mappus hält kürzere AKW-Laufzeit für möglich

Kategorie: Strom

Stuttgart – Nachdem die Weichen für den Kauf von EnBW-Anteilen gestellt wurden, mischt sich der Ministerpräsident von Baden-Württemberg erneut in die Energiepolitik ein. Zwar hatte Bundespräsident Christian Wulff das Gesetzt zur Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke zum 8.12.2010 unterschrieben, doch Stefan Mappus hält einen vorzeitigen Ausstieg für möglich. Die Experten sind sich uneins. Hätten die erneuerbaren Energien schon zum ursprünglich anvisierten Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland 2023 den Strombedarf im Land mit decken können? Oder ermöglicht erst die Laufzeitverlängerung bis maximal 2036 den reibungslosen Umstieg auf Ökostrom statt Atomstrom? Viele Atomkraftgegner sahen die Rahmenbedingungen für erstgenanntes gegeben. Zahlreiche Stadtwerke haben im Vertrauen auf den frühen Atomausstieg konsequent in Ökostrom investiert und dennoch setzte die Regierung aus CDU und FDP trotz Kritik aus den eigenen Reihen die längeren Laufzeiten durch. Ministerpräsident Stefan Mappus, in dessen Bundesland Baden-Württemberg vier Reaktoren Strom produzieren, hält nun trotz der Laufzeitverlängerung einen früheren Atomausstieg für möglich. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa deutet der Politiker an, dass die Kernkraft "nicht bis zum letzten Punkt ausgereizt werden" müsse. Sollte der Strombedarf für Privathaushalte und die Industrie durch alternative Energien gedeckt sein ohne dabei finanzielle Rahmen zu sprengen, können manche Reaktoren vorzeitig abgeschaltet werden. Als Mitbesitzer von Stromanbieter EnBW, Betreiber der AKW in Banden-Württemberg, kann Mappus mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seinen Worten nun Taten folgen lassen.