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Gas-Pipeline Nabucco doch nicht Tod? Aserbaidschan nährt Hoffnung

Kategorie: Gas

In der vergangenen Woche sah es danach aus, als ob das prestigeträchtige EU-Projekt Nabucco Tod sei: Ein BP-Manager hatte erklärt, die ursprünglich geplante Gas-Pipeline mit einer Kapazität von 31 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr sei aus dem Rennen. Der Vize-Chef der staatlichen Gasgesellschaft Aserbaidschans widerspricht dieser Aussage allerdings und lässt das Konsortium wieder hoffen. Gas-Pipeline Nabucco doch nicht Tod? Aserbaidschan nährt Hoffnung Elshad Nassirov von Aserbaidschans Gasgesellschaft Socar sagte der "Presse", einer Tageszeitung aus Österreich, dass Nabucco weiterhin eine Option ist. Seine Gesellschaft habe dies BP mitgeteilt. Der britische Gaskonzern habe sich daraufhin entschuldigt und die Aussage ihres Managers als Privatmeinung bezeichnet.

Chance von Nabucco West: 50 zu 50

Dass die Nabucco-Pipeline nach den ursprünglichen Plänen gebaut wird ist trotz der Aussage von Nassirov wenig wahrscheinlich, denn Aserbaidschan präferiert die Tanap-Gas-Leitung durch die Türkei. An diese könnte sich dann jedoch eine kleine Variante der Pipeline, Nabucco West, anschließen. Die Aussichten auf die Verwirklichung dieser Pipeline stehen laut Socars Vice-Chef bei 50 zu 50. Nabucco konkurriert mit mehreren anderen Pipeline-Projekten um Erdgas aus dem Kaukasus. Die EU möchte unabhängiger von russischem Gas werden. Deutsche Firmen wie E.on Ruhrgas oder RWE zahlen vergleichsweise viel für ihr Gas. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten beide Energieunternehmen Verluste im Gasgeschäft, da die Gaspreise, die sie an Gazprom zahlen mussten, teilweise höher waren als die Verkaufspreise an den Energiebörsen. Bild: Day 172 - Blue Flame von DaGoaty, CC BY - bearbeitet von Tarifo.de.