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Ergo in der Krise: Umsatzeinbußen bei Lebensversicherungen

Kategorie: Finanzen

Der Düsseldorfer Versicherer Ergo sorgte in der Vergangenheit unter anderem wegen Lust-Reisen für Angestellten für Schlagzeilen. Zudem war das Jahr 2012 in den Geschäftsbereichen Lebensversicherung und Altersvorsorge von Umsatzeinbrüchen geprägt. Insgesamt sollen dem Handelsblatt zufolge die Beitragseinnahmen von Ergo vergangenes Jahr um 8,4 Prozent, was knapp 1,7 Milliarden Euro entspricht, gesunken sein. Der Krise zum Trotz steht der Versicherungskonzern fest zu seinem Vorsitzenden Torsten Oletzky, der vor kurzen für weitere fünf Jahre vom Aufsichtsrat in seinem Amt bestätigt wurde.

Ergo in der Krise: Umsatzeinbußen bei Lebensversicherungen Buing Life Insurance

Niedrigzinsen schlecht für Versicherungen

Vor allem das Geschäft mit den Lebensversicherungen, ein wichtiges Standbein von Ergo, läuft derzeit nicht so, wie es eigentlich sollte und sorgt für erhebliche Einnahmenseinbrüche. Vorstandschef Oletzky zufolge ist das bröckelnde Geschäft mit dieser Art von Versicherungen vor allem auf die „kritische Ertragslage im aktuellen Zinsumfeld“ zurückzuführen. So würden niedrige Zinsen zwar der Bankenrettung und hoch verschuldeten Ländern zugute kommen, für Versicherte und Sparer hingegen würden diese aber negative Auswirkungen haben. Die Einnahmen im Bereich Lebensversicherung und Altersvorsorge seien letztes Jahr um 4,1 Prozent zurückgegangen. Oletzky teilte dem Handelsblatt gegenüber außerdem mit, dass sich mit diesen Versicherungen derzeit „richtig gerechnet kein Geld verdienen“ lässt. Vergangenes Jahr betrug der Gewinn der Düsseldorfer Versicherung rund 289 Millionen Euro und war damit im Vergleich zum Vorjahr um gut 17 Prozent gesunken. Um den zum Ziel gesetzten Gewinn von 350 bis 450 Millionen Euro in diesem Jahr zu erreichen, sollen unter anderem weitere Stellen abgebaut werden. Bereits beschlossen wurde der Abbau von 1350 Arbeitsplätzen im Vertrieb, über den Abbau weiterer 600 Stellen im Innendienst wird derzeit noch beraten.

Ergo-Chef Oletzky seit 2008 im Amt

Der 46-jährige Ergo-Chef Torsten Oletzky ist seit 2008 als Vorstandsvorsitzender für die Ergo Versicherungsgruppe AG tätig. Zuvor arbeitete er sechs Jahre lang als Unternehmensberater für McKinsey & Company. Ob das angeschlagene Versicherungsunternehmen unter seiner Führung dieses Jahr seine Ziele erreichen wird und einen Weg aus der Krise findet, das wird sich zeigen.
Bild: Buing Life Insurance von moolanomy, CC BY-SA 2.0 - bearbeitet von Tarifo.de