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Dispozinsen: Lukrative Einnahmequelle für Banken

Kategorie: Finanzen

Etwa jeder sechste Bankkunde in Deutschland hat Schulden bei seiner Bank. Neben den regulären Krediten für Immobilien oder andere Investitionen setzt sich ein Großteil dieser Schulden aus der Überziehung des Kontorahmens der Kunden zusammen. Bei den bis zu 17 Prozent hohen Dispozinsen kassieren die Banken dann teilweise kräftig ab. Zu diesem für die Verbraucher unerfreulichen Ergebnis kommt eine umfangreiche Finanztest-Studie. Befragt wurden fast 1.000 Banken.

Schulden kommen die Bankkunden teuer zu stehen

Dispozinsen: Lukrative Einnahmequelle für Banken Guthaben auf einem Konto bei der Bank zu horten, ist zur Zeit nicht allzu lukrativ. Bei der Verzinsung des Guthabens ihrer Kunden zeigen sich die Banken meist recht zurückhaltend. Sobald aber die Konten der Bankkunden ein Minus aufweisen, gehen einige Banken in die Offensive. Der dann anfallende Dispozins kommt die betreffenden Verbraucher, anders als möglicherweise bei einem Ratenkredit, häufig teuer zu stehen. Während auf der einen Seite die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins in der jüngeren Vergangenheit auf eine Rekordtief senkte, die Banken also günstig an Geld kommen, sind andererseits nicht alle Geldinstitute gewillt, dies an die Kunden weiterzugeben. Die Dispozinsen liegen bei manchen Banken und Kontomodellen schon deutlich über 15 %. Als unrühmlichen Spitzenreiter macht Finanztest unter anderem die Targobank aus, deren Dispozins bei einem Konto gar bei 16,99 Prozent liegt. Kunden der Santander Consumer Bank sehen sich bei einem Kontodefizit über 1.000 Euro mit 16,98 Prozent konfrontiert. So kommen die Verbraucher die ohnehin schon ohnehin unerfreulichen Schulden teuer zu stehen. Doch nicht alle Banken schlagen diesen Weg ein. Eine Verschuldung auf einem Konto der Skatbank oder DAB Bank verzinst die Bank mit 6 bzw. 6,95 Prozent zuungunsten der Kunden.

Girokonto vergleichen hilft hohe Zinsen zu vermeiden

Wer sich gegen hohe Dispozinsen absichern möchte, sollte natürlich auf seine Ausgaben achten. So lange diese unterhalb der Einnahmen liegen, ist die Schuldengefahr gering. Doch auch die Wahl des richtigen Girokontos hilft im Vorfeld dabei, unnötig hohe Dispozinsen zu vermeiden.
Bild: € von Paul!!!