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Stromverbrauch in Deutschland: Haushalte sparen Energie

Kategorie: Strom

Wiesbaden – In Deutschland begrüßt man für gewöhnlich jeden Wachstum mit offenen Armen. Nur beim Stromverbrauch oder allgemein im Bereich Energie will man dem Wachstum ein Ende setzen. Zwar ist Stromverbrauch nicht per se schlecht, doch politisch oder wirtschaftlich bleibt nichts unversucht, was Einsparungen bringt oder den Verbrauch von Strom effizienter macht. So meldet das statistische Bundesamt, dass der Energieverbrauch der privaten Haushalte weiterhin einem negativen Trend folgt und kaum einer findet das schlecht. Was die Abhängigkeit von Öl angeht, befinden sich die deutschen Haushalte auf einem guten Weg. Seit 2005 ging der jährliche Verbrauch der Haushalte im Land um fast ein Viertel zurück. Auch bei Erdgas ist eine Rückläufigkeit im Verbrauch zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum stieg dagegen der Verbrauch von Kohle und noch etwas stärker bei sonstigen Energieträgern, wie Holzpellets oder Brennholz. Insgesamt sank der Stromverbrauch der Haushalte innerhalb der letzten vier Jahre um 2 Prozent auf 16.320 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Wobei der Stromverbrauch im Jahr 2008 erstmalig seit Kriegsende im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfiel. Die Experten vom statistischen Bundesamt erklären sich dies auch mit Einsparungsmaßnahmen der Haushalte angesichts steigender Energiekosten. Das Bewusstsein, dass man mit Strom und Energie haushalten sollte, scheint beim Verbraucher also angekommen zu sein. Der größte Posten beim Energieverbrauch im Haushalt ist der Verbrauch zum beheizen der Wohnräume. Nimmt man die verbrauchte Heizenergie aus dem Jahr 2000 als Maßstab, gelang es den deutschen Haushalten seitdem 20% dieser Menge einzusparen. Diesen Erfolg alleine mit dem geänderten Heizverhalten der Verbraucher zu erklären wäre wohl zu kurz gegriffen. Stattdessen spiegeln sich hier die Maßnahmen bei der Wärmedämmung der Häuser und eine verbesserte Heiztechnik wieder. Ein Teil dieser eingesparten Energie fließt nun allerdings in den Haushaltsbereich. Dies ist sowohl aufs Kochen und Bügeln sowie eine wachsende Zahl von Haushaltsgeräten (auch Unterhaltungstechnik) zurückzuführen.