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US-Straßen bald unter Strom?

Kategorie: Strom

Ein US-Ingenieur hat ein Konzept entwickelt, wonach die Straße der Zukunft Strom produzieren kann. Um dazu in der Lage zu sein, soll diese nicht aus Teer bestehen, sondern mit Solarpanelen gepflastert werden. Mit dem Begriff „Sunrise-Boulevard“ wurde auch schon ein geeigneter, bewusst an die Edel-Meile erinnernder Name gefunden. Die sogenannten Sonnenaufgang-Boulevards sind eine Idee des Elektroingenieurs Scott Brusaw. Schließlich haben die Vereinigten Staaten nicht nur viel Sonne und große Highways, sondern auch chronische Probleme bei der Energieversorgung. Schuld daran ist neben dem immensen Energiehunger vor allem die marode Infrastruktur des Landes, was in der Vergangenheit wiederholt zu großflächigen Stromausfällen geführt hat. Genau darin liegt auch der Vorteil der Idee: Mit einer Gesamtfläche von über 100.000 Quadratkilometern bringen Straßen, Parkplätze und Autobahnen die benötigte Infrastruktur gleich mit. Die Panele müssten so breit sein wie die Spuren der Interstate Highways (3,70 Meter). Bei einem Wirkungsgrad von 15 Prozent und durchschnittlich vier Sonnenstunden am Tag, würde eine Solarpanele täglich 7,6 Kilowattstunden Strom produzieren. Damit könnten umliegende Häuser und Ladestationen für Elektroautos versorgt werden. Ein noch zu bewältigendes Problem besteht – wie bei den Erneuerbaren Energien allgemein – in den mangelnden Speicherkapazitäten. Zudem muss noch ein ausreichend stabiles Oberflächenmaterial gefunden werden. Die zuständige Verkehrsbehörde erhofft sich trotz der rund vier Mal höheren Baukosten eine willkommene Finanzierungsmöglichkeit zum Unterhalt ihrer Straßen. Daher hat sie dem Wissenschaftler nun einen entsprechenden Forschungsauftrag erteilt.