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Blitze als Stromversorger

Kategorie: Strom

Campinas, Brasilien – Eine bislang kaum beachtete Energiequelle ist die Elektrizität in der Atmosphäre. Der brasilianische Chemiker Fernando Galembeck berichtet von Experimenten, bei denen sich Silizium-Partikel bei hoher Luftfeuchtigkeit negativ, Aluminium-Partikel positiv aufluden. Für den Forscher ein Beweis dafür, dass Wasser in der Atmosphäre Energie sammelt und an andere Stoffe übertragen kann. Während hierzulande über Laufzeiten und Förderpolitik gestritten wird, bringen brasilianische Wissenschaftler die Atmosphäre als eine gigantische Energiequelle ins Gespräch. In dem als „Hygroelektrizität“ genannten Verfahren wird die Energie aus feuchter Luft mit Empfängern aufgefangen und in elektrischen Strom umgewandelt. In Frage kommen vor allem Tropengebiete, in denen es häufig Gewitter gibt. Derzeit testen die Forscher, welche Metalle sich für entsprechende Panels am besten eignen. Die Energie in der Atmosphäre entlädt während eines Gewitters in Form von Blitzen. In Deutschland blitzt es etwa zwei Millionen Mal im Jahr. Dies ist im Vergleich zu Regionen entlang des Äquators wenig. Vor allem zu wenig, um auch die hiesigen Energieprobleme lösen zu können.