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Leipziger Energiebörse soll EU-Handelsplatz werden

Kategorie: Strom

Leipzig – Angela Merkel will Leipzig zum zentralen Standort für den Energiehandel in der EU machen. Beim Strom-, Gas- und Zertifikatehandel sei die European Energy Exchange (EEX) sehr gut platziert. Dies sagte die Bundeskanzlerin anlässlich eines Besuches der EEX im Rahmen ihrer Energiereise. Die Leipziger EEX ist mit mehr als 200 Börsenteilnehmern eine der größten Energiebörsen überhaupt. Neben den klassischen Energieträgern Strom und Gas werden hier auch Zertifikate und Kohle gehandelt. Derzeit arbeitet die EEX zudem an einem eigenen Index, damit sich ein vom Öl unabhängiger Gaspreis entwickeln kann. Die Ölpreisbindung gilt vielen schon lange als nicht mehr zeitgemäß. Nach Ansicht von Merkel wird damit mehr Transparenz geschaffen und nicht weniger als „Energiegeschichte“ geschrieben. Neben Merkel waren auch Umweltminister Norbert Röttgen und Vertreter der Industrie vor Ort. Die Vorsitzende des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, forderte von der Regierung, dass eine Novellierung des Erneuerbare Energiengesetzes Hinweise enthalten müsse, wie mit den Auswirkungen der zunehmenden Einspeisung von Ökostrom umgegangen werden soll.