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Atomkraftwerk Brokdorf: N wie Normal

Kategorie: Strom

Brokdorf – Eine verringerte Wanddicke in einer Rohrleitung des Kernkraftwerk Brokdorf führte zu einer Meldung von Seiten der Kernkraftbetreiber. Dies teilte das Kieler Justizministerium am gestrigen Freitag mit. Der meldepflichtige Vorfall wurde fristgerecht angezeigt. Störungsfälle in Atomkraftwerken fallen in unterschiedliche Kategorien. Meldekategorie S erfordert eine unverzügliche Sofortmeldung . Bei Sicherheitsmängeln oder um schnellstmöglich Prüfungen einzuleiten, erwartet die Aufsichtsbehörde eine unverzügliche Meldung der AKW-Betreiber. Eilmeldungen fallen unter die Kategorie E ziehen eine 24-stündige Meldefrist nach sich. Die Aufklärung wird zwar auch hier verlangt, doch sind kein unmittelbares Muss. Bei dem Ereignis im Atomkraftwerk Brokdorf handelt es sich um die Meldekategorie N. N steht für Normalmeldung mit einer 5-tägigen Meldefrist. Die Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) ordnet den Vorfall den Störungsschweregrad 0 zu. Es handelt sich also allenfalls um eine minimal sicherheitstechnisch bedeutsame Begebenheit. E.ON Kernkraft, Betreiberin von Kernkraftwerk Brokdorf informierte nun das Justizministerium Schleswig-Holsteins und die Bevölkerung über eine dünne Rohleitung. Bei einer Überprüfung stellten Mitarbeiter am 3. Mai eine unerwartete geringere Wanddicke fest. Das Rohrsystem dient für gewöhnlich der Durchleitung von Schwefelsäure um auf radioaktives Abwasser einzuwirken. Nach eigenen Angaben sei die Dicke zwar ausreichend, dennoch werde man das Element austauschen. Geplante Stillegung des Druckwasserreaktors ist nach heutigem Stand 2018. AKW-Skeptiker wie die über 1000.000 demonstrierenden vom 24.4.2010 sehnen sich dagegen einen früheren Atomausstieg bei. Jeder Stromverbraucher hat mit der Wahl von Ökostrom schon heute die Mittel seinen Beitrag dazu zu leisten.