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Vattenfall: Erster Dämpfer für neuen Chef

Kategorie: Strom

Stockholm – Seinen Amtsauftakt hat sich der neue Vattenfall-Chef Öystein Löseth sicherlich erfreulicher vorgestellt. Die ersten Quartalszahlen 2010 vom Stromanbieter aus Schweden dürften nicht alle zufriedenstellen. Der erwirtschaftete Gewinn der ersten drei Monate beläuft sich auf 394 Millionen Euro. Vor einem Jahr notierte man den doppelten Betrag als Gewinn. Eine Ursache findet man in Deutschland. Die Gewinnzahlen für Januar bis März 2010 vom Energiekonzern Vattenfall erleichtern nicht gerade die Arbeit für den neuen Manager Öystein Löseth (auch Øystein Løseth). Was Umweltschützer und Atomkraftgegner zum jubeln animiert, sorgt beim Stromversorger für Sorgenfalten. Die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel stehen zur Zeit still. Eigentümer und Stromanbieter Vattenfall rechnet vor 2011 auch nicht mehr mit einer Inbetriebnahme. Allein von Januar bis März zieht der Stillstand der Meiler etwa 100 Millionen Euro Kosten nach sich. Zusätzlich belasten hohe Personalkosten die Bilanz bei Vattenfall. Auch das inzwischen vom Stromanbieter verkaufte Übertragungsnetz Hamburgs und in Ostdeutschland rückt die Bilanz in ein weniger erfreuliches Licht. Die 800 Millionen Euro, die Belgische und Australische Investoren dafür bezahlt haben, liegen unter dem Betrag, der vor der Wirtschaftskrise noch realistisch schien. Die deutsche Konzern-Tochter erwirtschaftet daher im ersten Quartal kaum Gewinn. Andernfalls, so das Unternehmen, wäre der Betriebsgewinn ca. 20 % höher ausgefallen. Dank des eingekauften Gas- und Stromversorgers Nuon, konnte immerhin der Umsatz um 34,5 Prozent gesteigert werden, schreibt die Zeit. Ein Sparprogramm soll nun dafür Sorgen, dass das Unternehmen wieder profitabler wirtschaftet.