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Strompreise steigen - Politiker fordern: Stromanbieter wechseln

Kategorie: Strom

Nachdem die Energiepreise in den vergangenen Monaten gefallen sind, erhöhen einige Stromanbieter nun wieder die Preise ihrer Stromtarife. Wie in den Vorjahren auch werden sich diesem Trend weitere Stromversorger anschließen. Tarifo.de berichtet über die Hintergründe der neuen Strompreis-Erhöhungen. Zwar erhöhen nicht alle Energieversorger ihre Preise. Einige haben sogar angekündigt, ihren Strom zum kommenden Jahr günstiger anzubieten. Zu den Anbietern, die ihre Stromtarife um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen, gehören mit EnBW, Vattenfall und LichtBlick nicht ganz unbedeutende Akteure der Branche. Die Begründungen für die Strompreiserhöhung sind interessant: Ökostrom-Anbieter wie LichtBlick verweisen auf höhere Netzentgelte und schieben damit den großen Energiekonzernen die Schuld in die Schuhe. Diese wiederum machen die gestiegenen Kosten für die erneuerbaren Energien verantwortlich. Die wirklichen Ursachen sind indes komplexer. So hängt die Entwicklung neben den genannten Faktoren auch von der Einkaufspraxis der Versorger ab. Schließlich wird der Strom für private Kunden meist an der Börse eingekauft. Stromanbieter, die langfristig einkaufen, können auf Preisschwankungen nicht so schnell reagieren wie solche, die häufiger Stromkontingente erwerben. Weil die EWE aus Oldenburg beispielsweise den Strom für das kommende Jahr vor allem im ersten Halbjahr 2008 gekauft hat, wird das Unternehmen die Strompreise nun erhöhen. Die Rheinenergie hingegen hat den Strom später und somit zu günstigeren Konditionen erwerben können. Folglich kann der Stromanbieter aus Köln nun seine Strompreise um 4,8 Prozent senken. Dass die Erneuerbaren Energien den Strompreis in die Höhe treiben ist nur bedingt zutreffend. Kunden bezahlen mit der EEG-Umlage die Preisdifferenz zwischen den fixen Zuschüssen für die Erneuerbaren und den Preisen für Strom an der Börse. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zwar teuer – rechnet sich aber in dem Maße, wie die Kosten für konventionelle Energieträger zunehmen. Ökostromanbieter wie LichtBlick führen ihre Strompreiserhöhung auf die steigenden Netzkosten zurück. Seit der Regulierung der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2005 sind die Kosten in diesem Bereich spürbar zurückgegangen. Im diesem Jahr jedoch sind diese um rund 7 Prozent gestiegen – der Bundesverband Neuer Energieanbieter (BNE) rechnet mit weiteren Kostensteigerungen in diesem Bereich. Einige Politiker fordern nun die Verbraucher zum Stromanbieterwechsel auf. Gegenüber der Welt Online rät sogar Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nun den Strom-Kunden, ihren Stromanbieter zu wechseln: "Die Möglichkeit des Wechselns ist gegeben. Das ist die beste und effektivste Möglichkeit, auch dementsprechend zu handeln."