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Strom aus dem Meer

Kategorie: Strom

In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT wird das Potential von Maritim-Strom erläutert. Ein Konzept, das nahe liegt: sind doch über 70% der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Die Techniken, mit denen man diese natürliche und daher ökologisch vertretbare Energie anzapfen und dadurch Ökostrom gewinnen kann, sind vielfältig.  Die bekannteste Art, Strom aus dem Meer zu gewinnen, sind die so genannten Offshore-Windparks. Bei diesen Windparks werden Windkraftanlagen auf offenem Meer installiert. Nahe genug an der Küste, damit man sie warten kann und die Meerestiefe nicht zu groß ist, weit genug draußen, damit der Wind konstant und ungehindert wehen kann. Diese Art der Ökostrom-Erzeugung nutzt das Meer also nur indirekt. Das macht die Technik nicht schlechter. Im Gegenteil. Auf diesem Wege können mehrere Tausend Gigawattstunden pro Jahr gewonnen werden. Ein Offshore-Park in der Nähe von Borkum soll bis zum Jahr 2010 mit insgesamt 208 Windenergieanlagen stolze 3500 GWh jährlich erbringen. Die anfängliche Kritik an diesen technischen Wunderwerken, sie würden vor allem Brut- und Wandervögel ihren Lebensraum nehmen, wurde vor kurzem widerlegt. Im Herbst 2006 wurde ein Windrad, das in einem starken Vogel-Fluggebiet aufgestellt ist, 100 Tage lang genauestens überwacht. In diesen 100 Tagen wurden insgesamt nur 15 Vögel gesichtet, die dem Windrad nahe kamen. Von diesen 15 Tieren kollidierte eine einzige Fledermaus mit einem Windrad. Gleichfalls fehlen bisher alle Anhaltspunkte zu der Annahme, die Windräder könnten Meerestiere stören. Ein viel wichtigerer Weg, aus dem Meer direkt Energie zu gewinnen, ist aber die Gezeitenströmung.  Durch die Gezeiten können so genannte Gezeitenkraftwerke Strom produzieren. Bei Flut strömt das Wasser in einen dafür angelegten Staudamm. Dabei durchfließt es die Turbinen des Gezeitenkraftwerks. Die großen Mengen an Wasser und ihre enorm hohe Strömungskraft halten die Turbinen dabei konstant in Bewegung. Diese Bewegungsenergie kann zur Stromgewinnung genutzt werden. Bei anschließender Ebbe läuft das Wasser aus dem Stausee ab ins Meer und bewegt dabei die Turbinen in umgekehrter Richtung: auch hierbei kann Strom erzeugt werden. Weitere Wege der Stromgewinnung aus dem Meer, an denen zur Zeit gearbeitet wird, sind z.B. so genannte Osmosekraftwerke, bei denen der Süß- und Salzwasserunterschied zur Druckerzeugung genutzt wird, die wiederum in Strom umgewandelt werden soll. Hier ist die Technik aber noch nicht ausgereift genug, um kommerziell nutzbar zu werden. Auch Meeresströmungskraftwerk auf offener See sind momentan nur bedingt nutzbar. Wellenkraftwerke, die Strom aus der gleichmäßigen Bewegung der Wellen gewinnen, sind in der technischen Ausbauphase und könnten schon bald eingesetzt werden. Die überschüssige Energie von Windkrafträdern soll in Meeres-Druckluftspeichern gelagert werden und für andere ökologische Zwecke nutzbar gemacht werden. Bereits jetzt ist Wasserkraft einer der größten Erneuerbare-Energie-Träger. Viele Stromanbieter wie z.B. FlexStrom, energieGUT oder entega bieten Ökostrom aus Wasserkraft an. Aber auch kleinere und regionale Stromanbieter wie die ÜW Fulda oder die SW Hamm bieten Strom aus Wasserkraft an.