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Endgültige Abwicklung von Lehman Brothers steht bevor

Kategorie: Finanzen

Während der globalen Wirtschaftskrise 2008 war das US-Investmentbankhaus Lehman Brothers in aller Munde: Wie kaum eine andere Bank, hat das Finanzinstitut mit faulen Krediten und Aktien im Immobilienbereich spekuliert.

Endgueltige Abwicklung von Lehman Brothers steht bevor

Lehman Brothers: größte Pleite in 2008

Die weltweite Finanzkrise vor gut drei Jahren hat bei vielen Unternehmen Spuren hinterlassen, und noch immer sind die jeweiligen Auswirkungen im Geschäftsbereich zu spüren oder sogar gerichtliche Verfahren anhängig. So auch beim Finanzhaus Lehman Brothers, das seine Verluste nicht auffangen konnte und als eine der größten Pleiten  in die jüngste Geschichte einging. Seit dem Jahr 2008 läuft die Abwicklung des insolventen Konzerns, Ende Januar 2012 soll das letzte Wort in der Angelegenheit gesprochen werden. Die Richter des zuständigen Insolvenzgerichtes in New York City sollen aktuell dem Plan zur endgültigen Abwicklung zugestimmt und damit den Weg für Gläubigeransprüche frei gemacht haben. Rund 7000 Betroffene in 40 Ländern rund um den Globus waren von den spekulativen Wertpapiergeschäften des ehemaligen Wall-Street-Reisen in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun soll die Summe von ca. 65 Milliarden US-Dollar unter den Gläubigern aufgeteilt werden. So hoch der Betrag klingen mag – erhofft hatten sich die Kläger durchaus mehr: Insgesamt beliefen sich die Forderungen gegen Lehman Brothers auf gute 450 Milliarden US-Dollar. Doch das Restvermögen des Bankhauses kommt an diese Zahl nicht heran. Zusätzlich zu der Tatsache der geringeren Summe, soll die Auszahlung nach Insiderinformationen noch weitere drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen, da gegenwärtig nur 25 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stünden. Der Differenzbetrag sei nicht liquide, sondern in Immobilien angelegt, die nun veräußert werden sollen.

US-Gläubiger von Lehman Brothers an erster Stelle

Vorrangig erhalten Gläubiger in den Vereinigten Staaten von Amerika ihre Forderungen – so kann sich neben der Steuerbehörde auch der Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac freuen. Denn auch diese halb-staatliche Institution wurde durch die globale Wirtschaftskrise nicht unerheblich finanziell beeinträchtigt.

Bild: Entrance to Lehman Brothers European HQ, Canary Wharf, London. von Jim Linwood, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.