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Baltic 1: Anschluss für Deutschlands ersten Offshore-Windpark

Kategorie: Strom

Berlin/Bentwisch - Wo gehobelt wird, da fallen Späne und wo man Strom gewinnt, muss dieser weitergeleitet werden. Zwar beginnen die Bauarbeiten für Deutschland ersten Offshore-Windpark vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns erst im Frühjahr 2010, aber die Errichtung der Netzanbindung von "Baltic 1" startet bereits heute im feierlichen Rahmen. Neben Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, nimmt heute kein geringerer als Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), am feierlichen Spatenanstich für die Netzanbindung teil. Dieses Ereignis dient auf deutscher Seite auch als Startsignal für den Offshore-Ausbau in der Ostsee. Staatssekretär Homann hierzu in einer Pressemitteilung des BMWi: "Der Offshore-Ausbau kommt voran. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen. Wir begrüßen dabei, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert wird. Dies schafft Arbeitsplätze - 'green jobs'. Und es bedeutet Aufträge für mittelständische Unternehmen, wenn ich an die Anlagenhersteller und Zulieferer denke." Die Funktion als Bauherr und Betreiber der Leitung übernimmt Vattenfall Europe Baltic Offshore Grid (VE BOG). Der Strom-Versorger, der zur Zeit im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Kümmel in der öffentlichen Kritik steht, teilte am vergangenen Mittwoch mit, dass "für den Bau Aufträge in Höhe von rund 120 Millionen Euro erteilt" wurden. Damit leistet der Energieversorger nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern er stabilisiert auch eine Region, die Abseits des Tourismus in wirtschaftlichen Dingen einen schweren Stand hat. Als Betreiber des Windpark fungiert die Energie Baden-Württemberg (EnBW), die das Windkraftwerk nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst im Frühjahr 2010 errichten wird. Bereits im vierten Quartal des gleichen Jahres soll laut Plan die Anlage Strom erzeugen. Laut Friederike Eggstein von der EnBW werden die 21 Windkraftanlagen eine Gesamtleistung von 48,3 Megawatt liefern. Um den Transport des günstigen Stroms bis nach Süddeutschland gewährleistet zu können, verabschiedete der Bundestag kürzlich das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG). Das nicht unumstrittene Gesetz dient zur Erleichterung und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, wovon letztlich auch die Offshore-Anbindung profitiert.