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Windsturm „Xynthia“ und Erdbeben

Kategorie: Finanzen

Munich Re, dem weltweit größten Rückversicherer, sind durch das Erdbeben in Chile und dem Orkan „Xynthia“ Kosten in Höhe von rund 500 Millionen Euro entstanden. Die Hälfte der für dieses Jahr kalkulierten Mittel, die für Naturkatastrophen eingerechnet worden waren, ist damit ausgeschöpft. Der prognostizierte Gewinn von zwei Milliarden Euro im Jahr 2010 soll trotzdem im Auge behalten werden. Der Windsturm „Xynthia“ hatte Ende Februar über Europa getobt und dabei nach Einschätzung der Munich Re einen versicherten Schaden von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro angerichtet. Alleine in Deutschland gehen sie von einer Summe zwischen 300 bis 500 Millionen Euro aus. Der Konzern rechnet mit einer Belastung von 100 Millionen Euro durch Xynthia und weiteren 400 Millionen Euro durch das schwere Erdbeben in Chile. Die enormen Ausmaße dieses Bebens werden die Versicherungswirtschaft mit vier bis sieben Milliarden Euro belasten. Auch aufgrund von gefallenen Zinsen erwartet die Munich Re ein schwieriges Geschäftsjahr. Denn das wird zu niedrigeren Renditen bei den Kapitalanlagen führen. Trotzdem will der Konzern kein höheres Risiko eingehen. Nur höchstens fünf Prozent des Kapitals sollen in Aktien angelegt werden.  Besonders hohen Einfluss haben die niedrigeren Zinsen bei Kapitalanlagen auf das klassische Rückversicherungsgeschäft. Diese Sparte war mit 2,56 Milliarden Euro im vergangenen Jahr noch der wesentliche Gewinnbringer gewesen, da es in diesem Zeitraum nur wenige Großschäden gab. Außerdem hatten sich die Kapitalmärkte schneller als erwartet von der Finanzkrise erholt. Doch in diesem Jahr müssen die Erwartungen nun etwas gedämpft werden. Die Ergebnisse von 2009 werden wohl kaum erneut zu erreichen sein.