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Assekuranzen gehen gegen Versicherungsbetrug vor

Kategorie: Finanzen

Ganze zehn Prozent aller Versicherungsschäden sollen nach Einschätzungen von Experten der Branche fingiert sein - Tendenz steigend. Ob Teenager oder Pensionär, ob frei erfunden oder falsche Wertangaben: Jeder kann einen solchen Betrug begehen, und jedes Ausmaß ist denkbar. Fest steht einzig, dass deutsche Assekuranzen dadurch jährliche Schäden in Millionenhöhe zu verkraften haben.

Assekuranzen gehen gegen Versicherugnsbetrug vor

Versicherungsbetrug auf allen Ebenen

Doch nicht nur die Versicherungsunternehmen an sich werden geschädigt durch die zunehmenden Betrugsfälle – auch andere Versicherungskunden werden in Mitleidenschaft gezogen, denn um die durch Falschangaben entstehenden Kosten decken zu können, werden die monatlichen Prämien entsprechend angehoben. Andererseits tun die Assekuranzen alles in ihrer Macht stehende, um Versicherungsbetrüger ausfindig zu machen. Leicht ist dies indes nicht, gibt es weder ein klassisches Täterprofil, noch einen bestimmten Bereich, in dem die Straftaten vorgenommen werden. Eine steigende Tendenz ist allerdings auf dem Sektor technischer Geräte zu verzeichnen. Durch die vermehrte Nutzung von teuren Smartphones oder iPads, versucht der ein oder andere hier schon einmal einen ‚kleinen’ Betrug. Doch auch hierbei summieren sich die Deckungskosten. In der Regel werden Sachverständige mit einem Gutachten beauftragt, sobald der Versicherung ein Schadenfall gemeldet wird. Und durch deren teils langjährige Erfahrung, ist es ihnen möglich, Betrüger auch durchaus entlarven zu können. Denn oftmals begehen die Täter einen Fehler: Sie übertreiben in dem, was sie tun.

Betrugsindizien für Sachverständige:

  • Versicherungsfall im Freundeskreis
  • Übertriebene Beschädigung des Gegenstandes

Doch auch weitere Merkmale lassen die Experten teilweise stutzig werden. Werden beispielsweise Kinder oder sogar Haustiere als nicht haftbare Schadensverursacher angegeben oder nach einem Wohnungseinbruch in der Liste der entwendeten Gegenstände Dinge aufgezählt, die in keinem Verhältnis mit der zuvor in der Hausratversicherung angegebenen Werte stehen, ist Vorsicht geboten. Trotzdem: Auch die Betrüger werden immer gewiefter, und schließlich will und kann die Versicherung ja nicht dem wirklich Geschädigten aufgrund eines reinen Verdachts die Zahlung verweigern. Wird allerdings ein einhundert-prozentiger Betrug nachgewiesen, so hat der Versicherte das Nachsehen:

- Keine Deckung des finanziellen Verlustes - Vertragskündigung - Eintrag in die so genannte ‚schwarze Liste’ - Übernahme der Sachverständigengebühren - Ggf. Einleitung eines strafrechtlichen Verfahrens

Versicherungsbetrug wird vor Assekuranzen gerechtfertigt

Nichtsdestotrotz bleibt eine grundsätzliche Erkenntnis: Die Rate der Versicherungsbetrugsfälle liegt auch daher so hoch, als dass sich bei vielen hierbei kein Unrechtsbewusstsein meldet. Vor allem bei falschen Wertangaben nach einem wirklichen Schadensfall verteidigt sich ein Großteil der Versicherungsnehmer: Die seit Jahren bezahlten hohen monatlichen Versicherungsbeiträge rechtfertigten in ihren Augen eine leichte Übertreibung.

Bild: Crime Scene von alancleaver_2000, CC-BY - bearbeitet von Tarif 24.