Schnell & einfach
Finde den günstigsten Tarif
Bis zu 900 € sparen

Dortmund: Energie aus den Bäumen

Kategorie: Strom

Der Stromversorger RWE entdeckt Holz als Energie-Quelle. Auf einem Feld in Dortmund-Kruckel werden Pappeln angebaut, um daraus Heizöl zu gewinnen. Der Vorteil dieser Methode: Holz ist nicht nur eine nachwachsende Ressource, sondern kann vor Ort gezüchtet und verarbeitet werden. Aus den kleinen Holzstängeln werden in drei bis fünf Jahren meterhohe Pappeln geworden sein. Dann sind die Energiebäume auf der sieben Hektar großen Pappel-Plantage im Dortmunder Stadtteil Kruckel reif für die Ente und werden mit umgebauten Maishäckslern zu Holzschredder verarbeitet. Das klingt nicht unbedingt umweltfreundlich, ist dennoch eine nachhaltige Methode der Energiegewinnung. Denn die Pappeln werden oberhalb der Erdoberfläche abgesägt, so dass aus der intakten Wurzel neues Holz nachwachsen kann. Dass dieses verzweigter und buschiger sein wird ist im Gegensatz zur herkömmlichen Zucht in Baumschulen gewollt. Schließlich geht es nicht um das Aussehen der Bäume, sondern um möglichst viel Holz in möglichst kurzer Zeit. Dieses landet anschließend in einem der drei sich im Bau befindlichen RWE-Heizkraftwerke in Nordrhein-Westfalen. In Dortmund-Schnee unterhält RWE ein weiteres Feld. Beide Grundstücke sind zusammen über 12 Hektar groß und bieten Platz für 100.000 Pappeln. Mittels neuartiger Maschinen konnten so in Kruckel 60.000 Setzlinge an nur einem Tag in die Erde gebracht werden. Der Stromanbieter verfolgt dabei ökologische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Interessen. Zehn Tonnen biogene Festmasse pro Hektar ergeben allein in Dortmund-Kuckel 70 Tonnen. Diese Menge entspricht nach Unternehmensangaben dem Energiegehalt von 35.000 Litern Heizöl pro Jahr. Bei der Verbrennung wird nur das Kohlenstoffdioxid freigesetzt, welches zuvor von den Bäumen gebunden wurde. Pappeln scheinen die idealen Energieträger zu sein, da sie keinen Dünger benötigen und tiefe Wurzeln schlagen. Somit müssen sie selbst bei trockenem Wetter nicht gewässert werden. Aufgrund der regelmäßigen Ernte haben die Anwohner nach Unternehmensangaben auch keine unkontrollierte Vermehrung durch Blütenstaub zu befürchten. Vielmehr entsteht neues Grün und ein natürlicher Schallschutz gegen die Autobahn in der Nähe. Immer mehr Stromanbieter suchen nach Alternativen zur fossilen und atomaren Energieversorgung. Entsprechende Initiativen können Verbraucher unterstützen, indem sie ihren Stromanbieter wechseln und sich für einen Ökostrom-Tarif entscheiden. Wie ein Öko-Strom-Vergleich in Dortmund zeigt, kann eine vierköpfige Familie (bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh) in Dortmund bis zu 190 Euro im ersten Jahr nach dem Wechsel sparen und zugleich die Umwelt schonen.