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Dank neuer Finanzbehörde erhält Vatikanbank 23 Millionen Euro zurück

Kategorie: Finanzen

Vor dem Gesetz sind alle gleich – zumindest hat die italienische Justiz auch vor dem Kirchenstaat nicht Halt gemacht und im Vorjahr mehr als 20 Millionen Euro aus der Vatikanbank aufgrund eines Geldwäscheverdachts beschlagnahmt. Dank einer neu eingerichteten Finanzbehörde wurde dieser Betrag nun wieder freigegeben.

Dank neuer Finanzbehörde erhält Vatikanbank 23 Millionen Euro zurück

Finanzbehörde soll Vatikanbank überprüfen

Papst Benedikt XVI. selbst hat eingegriffen: in den Kampf um Geldwäschevorwürfe und auch, um Anschuldigungen hinsichtlich angeblicher Terror-Finanzierungen zu bekämpfen. Die Errichtung der neuen Aufsichtsbehörde soll dazu dienen, sämtliche Finanzgeschäfte der Vatikanbank einer  Überprüfung zu unterziehen und zudem transparent auch für die Öffentlichkeit zu machen, damit in Zukunft Maßnahmen wie die der Sperrung des genannten Geldbetrages nicht mehr vorkommen. Die damaligen Verdächtigungen bezogen sich auf eine an das US-Amerikanische Finanzinstitut J.P. Morgan ergangene Überweisung in Höhe von 20 Millionen Euro als auch um drei weitere, die der Banca del Fucino in Italien zugeflossen sein sollen und die Gerüchte und Vermutungen über mögliche Geldwäschebeträge in Umlauf brachten und anheizten. Zwar sind die Zweifel an jenen Finanztransfers noch nicht abschließend geklärt, doch die Errichtung der neuen Finanzbehörde scheint der römischen Rechtsprechung bereits Grund genug, dem Vatikan die Gesamtsumme von 23 Millionen Euro wieder zurückzuerstatten. Die verschärften Reglements, die von  nun an im Kirchenstaat herrschen, sind den Standards der EU angepasst und wurden bereits im April des laufenden Jahres eingeführt. Sie können bei einer Schuldsprechung in bis zu 15 Jahre Haft des Täters münden. Der Vatikanstaat will zudem die Zusammenarbeit mit anderen Ländern verstärkt aufnehmen und so auch die Finanzwelt außerhalb der katholischen Orden an ihren Geschäften teilhaben lassen.

Neue Finanzbehörde leitet Informationen an Zentralbank weiter

Von September 2010 an bis zum heutigen Zeitpunkt musste die Vatikanbank ohne den Geldbetrag auskommen, dessen Höhe den noch immer unklaren Finanztransfers entspricht. Doch die Aufsichtsbehörde habe der italienischen Zentralbank inzwischen bereits alle nötigen Informationen zukommen lassen, um die Anschuldigungen möglichst rasch für immer aus dem Weg räumen zu können.

Bild: 11641 - Vatikan - Pinacoteca von xiquinhosilva, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.