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Ist es mit dem Geld vorbei?

Kategorie: Finanzen

Die Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann und Otmar Pregetter haben ihr neues Buch herausgebracht mit dem Titel „Das Ende des Geldes. Wegweiser in eine ökosoziale Gesellschaft“. Dieses Buch soll darauf abzielen, dass unser bestehendes Wirtschaftssystem einer eingehenden Überprüfung unterliegen sollte und die Revolution des ungleichen Systems ins Auge gefasst werden sollte. Hierzu zählt das ungeliebte Thema Geld. Geld sei nicht zeitgemäß, so die Autoren. Betrügerische Machenschaften und die Weiterentwicklung der Menschheit machen das Geld zu einem nicht mehr zeitgemäßen Begleiter. Ist es mit dem Geld vorbei?

Das Spiel mit dem Geld

Eine wichtige Rolle für diese Aussagen spielen dabei die Milliardenbeträge an Währungen, die gar nicht wirklich existieren und nur als Buchgeld von einem Land in das andere transferiert werden. Diese "Erzeugung von Geld" sei letztendlich eine "Erzeugung von Schuld", so die Autoren Hörmann und Pregetter. Das Tun und Handeln der Banken sei demnach mit betrügerischen Machenschaften vergleichbar. Doch woher kommt diese Idee, mehr auszugeben als tatsächlich an wirklich verfügbarem Geld vorhanden ist? Bereits im Mittelalter wurde mit einer Art Scheck, Depotscheine, gehandelt. Tischler, Schuster oder der Goldschmied gaben damals schon mehr aus, als sie tatsächlich an Goldmünzen besaßen. Die Idee, nur einen Teil als Mindestreserve zu deponieren, hat sich bis heute gehalten und ist spezielle bei Banken wiederzufinden. Hörmann und Pregetter kritisieren weiterhin, dass die doppelte Buchführung nicht dem tatsächlichen Geschehen entspricht und damit als wissenschaftlich nicht fundierte Anwendung zum Tragen kommen dürfte. Doch jeder Einzelne von uns ist Teil dieses Geldsystems. Wir mussten uns den Gegebenheiten anpassen und wurden Teil der Maschinerie, so die Autoren weiter.

Ausblick

Wenn aus Geld „Gelt“ werden würde, könnte das Finanzsystem auf ganz anderen Füßen aufgebaut werden. Wenn tatsächlich das „gelten“ würde, was einem gesagt wird und was man sieht, würden die Märkte ganz anders, eben glaubwürdiger, aussehen. Das Geld würde vielleicht gleicher verteilt werden, da das Kapital keine so große Rolle spielen würde.
Bild: Money von AMagill, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.