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Konsequenzen für Versicherungen aus Investition in Staatsanleihen

Kategorie: Finanzen

Während einige europäische Mitgliedstaaten nach der jahrelangen Finanzkrise mittlerweile ihre Haushaltslage wieder auf ein beruhigendes Level fahren konnten, müssen die so genannten PIIGS-Länder täglich neue Hiobsbotschaften an die EU senden. Was wiederum für die bundesdeutschen Banken und Versicherungen zu schwerwiegenden Konsequenzen führen könnte. Konsequenzen für Versicherungen aus Investition in Staatsanleihen

Treiben Staatsanleihen Versicherungen in den Ruin?

Eurosummen in Milliardenhöhe haben Versicherungen und andere Finanzinstitute in den letzten Jahren in Staatsanleihen wirtschaftlich schwächerer Nachbarstaaten investiert. Doch mittlerweile nehmen die Befürchtung um die zukünftige Kreditwürdigkeit von vor allem Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien zu. Und nachdem Portugal schließlich doch aktuell um nicht geringe finanzielle Hilfen aus dem EU-Fonds gebeten hat, schossen die Ratings in die Höhe. Die Sorge einer Staatspleite und damit einhergehenden Unfähigkeit der Kreditrückerstattung könnten auch Einfluss auf Deutschlands Finanzinstitute haben. Doch die Expertenmeinungen sind geteilt: Ganz so schwarz wie ihre Kollegen sehen viele die Zukunft von zumindest den Banken nicht. Denn diese sehen auch bei einer Nichtrückzahlung der getätigten Investitionen in Höhe von einer guten Viertelmillion Euro, wie sie zum Beispiel die BayernLB in Griechenland vorgenommen hat, keine Gefahr für das jeweilige Bankhaus an sich. Versicherungen hingegen hätten aufgrund durchschnittlich höherer Investitionen an einer solchen Situation mehr zu tragen, und so könnte sich die schlechte Wirtschaftslage der PIIGS-Länder im Endeffekt sogar auf die Lebensversicherung des Privatbürgers in der Bundesrepublik auswirken. Denn die Assekuranzen haben nicht zuletzt Kundengelder in Staatsanleihen der schwachen  EU-Mitgliedstaaten angelegt - was bislang mehr Sicherheit barg als Wertpapierspekulationen. Mit rund 80 % legen Deutschlands große Versicherer das Kapital ihrer Kunden in festverzinslichen Sparoptionen an, um im Schadensfall ihrer Deckungspflicht nachkommen und die Beiträge stabil halten zu können. Ob sich die prekäre Lage der wirtschaftlich schwachen EU-Länder und der zunehmende Unterschied zwischen Kern- und Randstaaten daher nun negativ auf die Assekuranzen auswirken wird, bleibt abzuwarten. Und damit auch die Folgen für die Altersvorsorge des Kleinsparers.

Konsequenzen für den Versicherten

Immerhin: Der Anteil an Staatsanleihen ist zwar hoch, doch liegt er einzig bei der Axa bei mehr als 50 % des investierten Kapitals. So sollten im Falle eines Falles mit dem verbleibenden Prozentsatz noch immer die Ansprüche aus der Versicherung des Kleinsparers beglichen werden können.
Bild: My daddy bought me a government bond of the Third Liberty Loan, did yours? von Boston Public Library, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.