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Neuer Stromversorger switch: Flatrate-Strom aus Österreich

Kategorie: Strom

Die junge Salzburger switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H. versorgt neuerdings deutschlandweit Haushalte mit elektrischer Energie. Als Tochterunternehmen des Stromversorgers EnergieAllianz Austria GmbH (EAA) hat switch bereits im liberalisierten österreichischen Strommarkt Erfahrung sammeln können. Und die zahlt sich offenbar aus: eine voriges Jahr in Baden-Württemberg gestartete Testphase verlief erfolgreich. Das Unternehmen möchte angesichts wachsender Nachfrage seine Gesamtliefermenge hierzulande bis 2010 von derzeit einer TWh auf zwei TWh pro Jahr verdoppeln.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verfolgt switch eine einfache Tarifpolitik: switch-strom privat ist für private Haushalte und switch-strom business für Gewerbekunden vorgesehen. Der Strompreis ist für beide Tarife deutschlandweit einheitlich und zudem mit einer Preisgarantie bis zum 30.09.2009 versehen. Die Flatrate-Strategie hat auch ihren Grund: im Strompreis sind Netzentgelte, Messkosten, Konzessionsabgaben, Kraft-Wärme-Kopplungsabgaben und die Umsatzsteuer für die Netznutzung noch nicht enthalten. Diese Kosten müssen weiterhin beim lokalen Netzbetreiber beglichen werden. Daher erhalten Kunden nach dem Wechsel zu switch auch zwei Rechnungen.

Eine weitere Besonderheit zeichnet den neuen Stromanbieter aus: switch verzichtet ganz auf Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken. Der switch-Strom in Deutschland setzt sich nämlich zusammen aus 54% Wasserkraft, 28% thermischer Energie und 18% erneuerbarer Energie (Sonne, Windkraft, Biomasse u.a.). Und die ohnehin schon gute Öko-Bilanz soll noch besser werden: die Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H. – ebenfalls Tochter der EAA – steht kurz vor dem Markteintritt und wird künftig Ökostrom-Kunden mit umweltfreundlicher Energie beliefern. Hier kommen drei Viertel des Stroms ausschließlich aus Kleinwasserkraftwerken und knapp 19 Prozent aus Windrädern.

Dass der Stromversorger EnergieAllianz Austria GmbH zuletzt im heimischen Markt an Boden verloren hat, fördert nur das Expansionsstreben der Tochter switch im Ausland. Bereits jetzt gibt es neben der Deutschlandzentrale in Essen eine Zweigstelle in Leipzig. Bis Herbst soll nahe Stuttgart eine dritte Niederlassung entstehen. Switch möchte zudem noch in diesem Jahr einen Gastarif für deutsche Privathaushalte anbieten. Weitere Stationen der Österreicher könnten Polen und Italien sein.