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Gasvesorgung der EU: Nabucco-Piepline kommt

Kategorie: Gas

Die EU-Kommission meldet, dass die Gaslieferungen für die Nabucco-Pipeline gesichert sind. Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger äußerte sich optimistisch, dass in zwei bis drei Jahren die kaspischen Länder beginnen könnten, Europa mit der Lieferung von osteuropäischem Erdgas die Gasversorgung auszubauen. Gasvesorgung der EU: Nabucco-Piepline kommt Brüssel - Die Nabucco-Pipeline soll die EU mit dem reichen Erdgasvorkommen in den kaspischen Ländern verbinden und soll durch die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich laufen. Hintergrund ist eine Diversifizierung der Erdgasquellen und Begrenzung vom derzeitigen Hauptlieferanten Gazprom. Somit erhofft sich Europa größere Unabhängigkeit von Russlands Erdgasquellen. Laut Oettinger hätten Turkmenistan und Aserbaidschan der Europäischen Union die feste Zusage gegeben, dass sie auf jeden Fall das Projekt unterstützen und innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre auch Erdgas liefern werden.

Feste Zusagen für die Gaslieferung

Allein von Ilcham Alijew, dem Präsidenten von Aserbaidschan seien etwa 21 Milliarden Kubikmeter Gaslieferungen über einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren zugesagt worden. Auch Turkmenistan will ungefähr zehn Milliarden liefern. Da die Pipeline etwa 31 Milliarden Kubikmeter fasst, wäre somit zumindest die Grundauslastung der Röhre gesichert. Die Verhandlungen stellten sich anfangs als etwas mühsam dar, da beide Staaten sich nicht in die Karten schauen lassen wollten. Auch der russische Gasgigant Gazprom kämpfte gegen das Projekt an, weil er um sein bisheriges Monopol fürchtete. Nachdem der Baubeginn schon mehrere Male verschoben wurde, unterzeichneten Aserbaidschan und die Europäische Union eine gemeinsame Erklärung über die Lieferung von Erdgas. Die erste Ausbaustufe des Pipeline-Projekts soll im Jahre 2015 fertiggestellt werden und ab diesem Zeitpunkt Europa zuverlässig mit Erdgas versorgen. Unter dem Seeboden des kaspischen Meeres, am äußersten Rande Osteuropas gelegen, sollen sich noch große Reserven an Erdöl und Erdgas finden, welches somit von der EU für das Nabucco-Pipeline-Projekt genutzt werden kann. Ein wichtiger Partner bei Ausbau der Pipeline ist der Esserner RWE-Konzern. Bilder: Pipeline von brianc, CC-BY - bearbeitet von Tarifo.de.