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Zweiter Versuch: GSW will an die Börse

Kategorie: Finanzen

Nachdem die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin den für Mai 2010 angekündigten Börsengang zwei Tage vor dem geplanten großen Tag aufgrund fehlender Investoren und der allgemein schwächelnden wirtschaftlichen Lage verschoben hatte, steht nun ein neuer Versuch ins Haus: Ab April sollen die Wertpapiere des Unternehmens im Deutschen Aktienhandel gelistet sein – und es scheint, dass dieses Mal alles nach Plan verläuft. Zweiter Versuch: GSW will an die Börse

Aktien der GSW sollen zu Ostern gezeichnet werden

Sozusagen als selbst bereitetes Ostergeschenk will das Unternehmen aus der Hauptstadt seine Aktien im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notieren lassen und damit auch den jeweiligen Eigentümern Cerberus als auch dem Goldman-Sachs-Fonds Whitehall die Option ermöglichen, einen Anteil ihrer entsprechend gehaltenen Aktien zu veräußern. Sowohl der Staat, als auch Wohnungssuchende könnten ebenfalls von der Umsetzung des Vorhabens profitieren, denn aus den Einnahmen der im Zuge einer Kapitalerhöhung ausgegebenen Papiere sollen Steuerschulden beglichen und neue Wohneinheiten erworben werden. Die optimistische Haltung der Experten hinsichtlich des diesjährigen Erfolges rührt aus einigen Fakten, die im vergangenen Jahr so nicht gegeben waren: Allgemein positivere Stimmung am Finanzmarkt, die steigende Nachfrage nach Immobilienaktien aufgrund des der Instabilität der Eurowährung sowie die erfolgreiche Refinanzierung einer Kreditrückzahlung in Höhe von beinahe 900 Millionen Euro. Für die insgesamt Hunderttausenden Mieter der GSW beinhaltet der wahrscheinliche Schritt an die Börse keinerlei Konsequenzen. Auch wenn Aktionäre grundsätzlich von steigenden Mieten profitierten, sei eine Erhöhung der derzeitigen Beträge nicht abzusehen. Im Gegenteil: Wer an der Frankfurter Börse notiert, der muss seine Unternehmensführung besonders transparent darstellen und über Bilanzen und geschäftliche Vorkommnisse offen Bericht erstatten.

Wird GSW von Deuwo übernommen?

Nichtsdestotrotz hält sich das Gerücht um eine Übernahme der GSW durch die Deuwo – kurz für Deutsche Wohnen AG. Doch vielleicht schwenkt diese auch um und erwirbt anstelle des gesamten Unternehmens einfach einen hohen Aktienanteil.
Bild: Robuste Wirklichkeiten XI von schoschie, CC-BY.