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Stromanbieter: Ein Drittel der Verbraucher plant Wechsel des Stromversorgers

Kategorie: Strom

Zum Jahreswechsel 2016 haben viele Stromanbieter die Strompreise für ihre Kunden erhöht. Insbesondere die erneut angestiegene EEG-Umlage zur Finanzierung des Ökostrom-Ausbaus belastet die Haushaltskasse vieler Stromverbraucher in Deutschland. Immer mehr Stromkunden sind angesichts der wachsenden finanziellen Belastung durch steigende Stromkosten dazu bereit, ihrem Stromanbieter den Rücken zu kehren und zu einem günstigeren Versorger zu wechseln. Fast ein Drittel der Verbraucher in Deutschland plant laut einer aktuellen Umfrage demnach derzeit ganz konkret einen Stromanbieter-Wechsel. Stromanbieter: Ein Drittel der Verbraucher plant Wechsel des Stromversorgers

Mehr als die Hälfte ist mit aktuellem Stromanbieter unzufrieden

Eine aktuelle Umfrage der Hamburger Unternehmensberatung Ramboll Putz & Partner unter 1.000 Verbrauchern zeigt, dass unter dem Druck stetig steigender Strompreise immer mehr Stromkunden dazu bereit sind, ihren Stromversorger zu wechseln. So planen gut 30 Prozent der Stromverbraucher in Deutschland derzeit konkret einen Wechsel des Stromanbieters. Das sind gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr. 71 Prozent der Befragten können sich zudem grundsätzlich eine Abkehr von ihrem bisherigen Stromversorger vorstellen. Mit 46 Prozent ist weniger als die Hälfte der Stromverbraucher mit ihrem aktuellen Stromanbieter zufrieden. Stromkunden würden zunehmend erwarten, dass ihr Stromanbieter auf ihre Bedürfnisse und Wünsche eingeht, wie Dr. Thomas Kuprat, Mitglied der Geschäftsführung bei Ramboll Putz & Partner, die Ergebnisse der Befragung kommentiert. Kommt der Stromversorger dieser Erwartung nicht nach, seien Verbraucher heute schneller dazu bereit, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, als noch vor einigen Jahren. Bei einem Wechsel des Stromversorgers greift mit 75 Prozent die Mehrzahl der Verbraucher auf das Internet als Informationsquelle zurück. Strompreis-Vergleichsportale erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Gut ein Drittel der Befragten lässt sich zudem von Bekannten beraten und 21 Prozent legen Medienberichte ihrer Entscheidung für einen Stromanbieter-Wechsel zu Grunde. Der Umfrage der Unternehmensberatung zufolge stellt der Strompreis mit 81 Prozent das wichtigste Kriterium für einen Wechsel des Stromversorgers dar. Gut 23 Prozent der Befragten versprechen sich durch einen Anbieter-Wechsel einen besseren Service. Die Angst davor, an einen unseriösen Stromversorger zu geraten, ist im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken: Gab in 2015 mit 58 Prozent noch über die Hälfte der Befragten an, sich vor einem unseriösen Anbieter zu fürchten, sind es in 2016 nur noch 36 Prozent.

Stromtarife mit Preisgarantie und Sofort-Boni

Die zurückgegangene Angst vieler Stromverbraucher, an einen unseriösen Stromanbieter zu geraten, sieht Kuprat auch darin begründet, dass Stromkunden heute um ein Vielfaches besser informiert seien, als noch vor ein paar Jahren. Der Strommarkt sei transparenter geworden und nach den Insolvenzen von Stromversorgern wie Flexstrom oder Telefax wurde von Verbraucherschützern viel daran gesetzt, Stromverbraucher vor einem Geldverlust durch unseriöse Stromversorger zu bewahren. Die Anzahl von Stromtarifen, bei denen Vorkasse- oder Kautionszahlungen erwartet werden, hat sich drastisch reduziert. Verbraucher sollten beim Abschluss eines neuen Stromtarifs auf eine bestehende Preisgarantie achten und sich wenn möglich für Angebote mit Sofort-Boni entscheiden. Da diese in der Regel bereits einige Wochen nach Belieferungsbeginn ausgezahlt werden, würde sich das Risiko, am Ende des Vertragsjahres keinen oder einen gekürzten Bonus ausgezahlt zu bekommen, minimieren.