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Nordrhein-Westfalen: Auf der Suche nach Erdgas

Kategorie: Gas

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW) war im vergangenen Jahrhundert bereits als „Land von Kohle und Stahl“ über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nun arbeiten Ölkonzerne daran, aus NRW das „Land von Erdgas“ zu machen. Doch nicht alle teilen die Euphorie rund um die fossile Energie. Die Grenzen innerhalb von Nordrhein-Westfalen sind zahlreich. Sei es im Bezug auf Fußball oder zwischen den einzelnen Landesteilen Lippe, Rheinland und Westfalen. Nun haben – unbemerkt von der Bevölkerung – mehrere Ölkonzerne, darunter mit ExxonMobil ein prominenter Vertreter seiner Zunft, neue Grenzen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands gezogen. In der Hoffnung auf große Gasvorkommen will man in Kürze mit Probebohrungen nach Erdgas beginnen. Dass in den Böden von NRW größere Erdgasvorkommen lagern, darüber sind sich die Experten einig. Nur war die Förderung der Energie-Ressourcen bis vor kurzem wirtschaftlich oder technisch kaum zu stemmen. Doch das sogenannte Schiefergas rückt nun in greifbare Nähe. Sollten die Probebohrungen erfolgreich verlaufen, dürfte das dem Landeshaushalt umfangreiche Geldmittel verschaffen. Mit dem erschließen neuer Gasvorkommen würde auch auf dem Gasmarkt das Angebot weiterhin deutlich über der Nachfrage liegen. Weiterhin günstige Gaspreise wären die Folge, die sicherlich auch Gasverbraucher hellhörig werden lässt. Doch die Vorfreude mischt sich nun mit kritischen Tönen aus Politik und Bevölkerung. So fühlt sich Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, Energieexperte der Grünen, von der Geheimhaltung der Landesregierung überrumpelt. Mit Verweis auf Erfahrungswerte aus den USA macht er zudem auf gefährliche Auswirkungen der heutigen Fördertechnik aufmerksam. Das Grundwasser könnte durchaus durch Chemikalien und auch radioaktive Stoffe verunreinigt werden. In den betroffenen Regionen schlossen sich besorgte Bürger bereits zu Bürgerinitiativen zusammen.