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Strompreise bei E.ON: Stromversorger will trotz Verlusten auf Strompreis-Erhöhungen verzichten

Kategorie: Strom

Der größte deutsche Energiekonzern kommt nicht aus seiner Talfahrt heraus. Wie Energieversorger E.ON am Mittwoch bestätigte, musste das Unternehmen im dritten Quartal 2015 Rekord-Verluste von fast sieben Milliarden Euro einstecken. Auch RWE leidet weiterhin unter der Energiewende und gab am Donnerstag für die ersten neun Monate des Jahres betriebliche Gewinn-Einbußen von neun Prozent bekannt. Dennoch betonten beide Energieversorger, die Strompreise für Verbraucher zum Jahreswechsel 2016 nicht erhöhen zu wollen.

Strompreise bei E.ON: Stromversorger will trotz Verlusten auf Strompreis-Erhöhungen verzichten Geldscheine

Stromanbieter halten an Gewinn-Prognosen für 2015 fest

Stromanbieter E.ON bestätigte am Mittwoch das, worüber Medien bereits am Dienstag unter Berufung auf Konzernkreise berichtet hatten: Im dritten Quartal dieses Jahres fuhr der Energiekonzern einen Verlust in Höhe von 6,985 Milliarden Euro ein. E.ON begründete diesen Fehlbetrag in Rekordhöhe am Mittwoch mit den bereits im September angekündigten Wertberichtigungen in Höhe von 8,3 Milliarden Euro. Verantwortlich hierfür sei unter anderem der deutliche Rückgang der Energiepreise. Insbesondere der zunehmende Verfall der Börsenstrompreise macht dem Energieversorger zu schaffen. Während Ökostrom-Produzenten rechtlich verankerte feste Vergütungssätze für ihren Strom erhalten, ist eine Kilowattstunde Strom an der Börse immer weniger wert. Das Überangebot an Ökostrom führt zu einem Preisverfall, wodurch sich der Betrieb konventioneller Kraftwerke oft nicht mehr rentiert. Ähnlich ergeht es anderen großen deutschen Energieversorgern. So gab auch RWE am Donnerstag bekannt, dass der betriebliche Gewinn des Unternehmens in den ersten neun Monaten dieses Jahres um neun Prozent zurückgegangen sei. Als Grund wird auch bei RWE der Verfall der Börsenstrompreise genannt. Dennoch halten beide Energiekonzerne an ihren Prognosen für das Gesamtjahr fest. E.ON erwartet laut Finanzvorstand Michael Sen weiterhin einen Gewinn zwischen 1,4 und 1,8 Milliarden Euro. RWE rechnet mit einem Nettoergebnis von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro. Beide Stromanbieter betonten zudem, nicht an den Strompreisen für Verbraucher rütteln zu wollen. Zwar würde die EEG-Umlage zum Jahreswechsel von 6,17 auf 6,35 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Aufgrund der sinkenden Börsenstrompreise sollen die Strompreise zum Jahreswechsel aber stabil gehalten werden.

Stromanbieter-Wechsel kann mehrere hundert Euro im Jahr einsparen

Neben der EEG-Umlage werden zum kommenden Jahr voraussichtlich auch die KWK-Umlage sowie die Netzentgelte ansteigen. Einige Stromanbieter haben aufgrund dessen bereits Strompreis-Erhöhungen angekündigt. Bis zum 20. November haben Energiekonzerne noch Zeit, Preisanpassungen zum Jahreswechsel bekannt zu geben. Verbraucherschützer raten Stromkunden im Falle von Strompreis-Erhöhungen, das dann bestehende Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen und zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Insbesondere bei einem Wechsel aus der vergleichsweise teuren Grundversorgung zu einem alternativen Stromanbieter lassen sich je nach Verbrauch und Wohnort mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Bild: Geldscheine von Maik Meid, CC BY – bearbeitet von Tarifo.de